Hochseilgarten im Strafvollzug
Von Andreas Dudda | 1.Mai 2010
Ein Klettergarten im Knast? Ja – unter dem Motto “Auf die Bäume – fertig – los” wird in einem Gefängnis-Hochseilgarten in Schifferstadt (Rheinland-Pfalz) geklettert. Dieser dient der Humanisierung des Gefängnisalltags.
Die Bild-Zeitung und andere Boulevardmedien sind schnell dabei, den vermeintlich zu kuscheligen Strafvollzug anzuprangern. Doch zu Recht hält dem Greifswalder Kriminologe Frieder Dünkel die Interessen der Gesellschaft entgegen: “Eine gute Resozialisierung ist letztlich der beste Opferschutz.”
Und sein Kollege Dieter Rössner von der Uni Marburg findet: Letztlich beende fast jeder Delinquent irgendwann seine kriminelle Karriere, sei es, weil er eine befriedigende Arbeit gefunden oder weil eine neue Partnerschaft sein Leben stabilisiert hat. Die Chance hierzu sei jedenfalls um so höher, je mehr soziales und humanes Kapital ein Gefangener aus dem Strafvollzug mitnehme. Auch wenn es vermutlich schwer zu belegen ist, klingt es zumindest sehr plausibel.
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11.Juli 2010 um 12:19
[...] Bereiche des gesellschaftlichen Lebens integriert, lässt sich im Landkreis Schaumburg bewundern: Hochseilgarten im Strafvollzug! Klettern und geschickter Umgang mit Seilen ist sicher eine der wesentlichen Kompetenzen auf dem Weg [...]
10.Mai 2011 um 14:36
Man kann sie auch nicht einfach wegsperren, ist ja nicht jeder gleich ein Mörder! Hoffentlich hilft es!