Hirnforschung: Video – Anregungen für Gehirnbenutzer
Von Andreas Dudda | 4.Januar 2010
Fast täglich liefern uns die Neurowissenschaften neue Erkenntnisse über uns und unser Gehirn. Einer der populärsten Hirnforscher, der sich dafür einsetzt, dass die neueren Erkenntnisse der Hirnforschung möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden und diese Erkenntnisse in sinnvoller Weise umzusetzen, ist – neben dem Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer – Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther.
Wer noch nicht das Vergnügen hatte, Gerald Hüther live zu erleben und zu genießen, kann dieses nun mit einem Video-Vortrag nachholen: auf den Internetseiten des ddn (Das Demographie Netzwerk) ist ein Online-Vortrag anlässlich des Know-How-Kongresses 2009 in Köln hinterlegt, in welchem uns normalen Gehirnbenutzern viele Tipps für den Umgang mit unser vermeintlichen “Schaltzentrale” gegeben werden:
- Link : Video-Vortrag von Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther [Diese Webseite verlassen]
Begeisterung fördern
In diesem Vortrag plädiert Prof. Hüther u.a. dafür, Begeisterung zu fördern. Begeisterung sei die beste Voraussetzung, um Dinge zu lernen, weil sich das Gehirn in einen entsprechend aktiven Zustand befindet. Also nehmt Euch nun ein wenig Zeit und laßt Euch durch den Vortrag von Prof. Hüther ebenfalls begeistern. “Gelassenheit hilft” :-)
Zur Person:
Gerald Hüther ist Leiter der Abt. für neurobiologische Grundlagenforschung an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen. Neben seiner Tätigkeit als Forscher setzt sich Prof. Hüther auch für die Potential-Entfaltung von Kindern und Jugendlichen ein. Um in einer Welt des Wandels stabiler aufgestellt zu sein, spielen jedoch auch die Potentiale von Erwachsenen und älteren Menschen eine wichtige Rolle. Zu diesem Zweck hat er die SINN-STIFTUNG gegründet.
- Link: www.sinn-stiftung.eu
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14.Mai 2012 um 11:06
Jetzt tun wir gerade so als ob die Menschheit ohne Hirnforschung rettungslos verloren wäre.
Ganz konkret ist doch jeder einzelne Mensch ein Hirnforscher. Das hieß einmal gesunder Menschenverstand und hat auch ganz praktisch funktioniert, bis die “Theoretiker” kamen und suggerierten, wir würden falschen Theorien folgen. Falsch waren immer alle Theorien außer der ihren. Für diesen Unsinn haben wir über Jahrzehnte immer mehr auf die konkreten Erfahrungen, die wir durch die Anwendung des eigenen Verstandes hatten und mit denen die Menschheit bisher immerhin überlebt hat, verzichtet. Nun finden wir uns in einer LERN-Situation wieder, wo sich immer deutlicher zeigt, dass die konstruierten, künstlichen Systeme zusammenbrechen. Danach wird wieder gesunder Menschenverstand gefragt sein. Als Ich-kann-Schule-Lehrer finde ich das beruhigend.
Wenn uns nun tatsächlich Professoren darauf aufmerksam machen, dass wir ja alle mit GEIST begabt sind und ihn auch benutzen können, wird das ausgehungerte ICH KANN womöglich nicht mehr mit Üben zu Tode gequält sondern erst einmal geachtet, anerkannt, gestärkt, entwickelt uind mehr desgleichen. Das ist doch schon fast wie der Blick ins Gelobte Land.
Freundlich grüßt
Franz Josef Neffe