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	<title>onLINE Seilgarten &#124; News&#124; Hochseilgarten, Niedrigseilgarten, Outdoor-Teamtraining und Erlebnispädagogik &#187; Zur Hirnforschung: Lernen und Erlebnispädagogik</title>
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	<description>Erlebnispädagogik, Outdoor-Teamtrainings, Hochseilgarten und Niedrigseilgarten</description>
	<lastBuildDate>Sat, 01 May 2010 19:07:40 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Videothek: Geist &amp; Gehirn &#8211; uns selbst besser verstehen</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 20:41:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Dudda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zur Hirnforschung: Lernen und Erlebnispädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Spitzer]]></category>
		<category><![CDATA[Neurowissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie wirken Gefühle? Wie funktionieren Wahrnehmung und Denken? Wie lernt unser Gehirn? Die neuste Hirnforschung gibt auf solche Fragen zum Teil verblüffende Antworten. Wer auf dem Gebiet der Hirnforschung mehr erfahren möchte, hat es heute sehr einfach: Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Direktor der psychiatrischen Uniklinik in Ulm, erklärt in der wöchentlichen Sendereihe vom Bayrischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2282" title="Spitzer: Geist und Gehirn" src="http://www.online-seilgarten.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/geist-und-gehirn.jpg" alt="geist und gehirn Videothek: Geist & Gehirn   uns selbst besser verstehen" width="170" height="128" align="left" />Wie wirken Gefühle? Wie funktionieren Wahrnehmung und Denken? Wie lernt unser Gehirn? Die neuste Hirnforschung gibt auf solche Fragen zum Teil verblüffende Antworten. Wer auf dem Gebiet der Hirnforschung mehr erfahren möchte, hat es heute sehr einfach: Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Direktor der psychiatrischen Uniklinik in Ulm, erklärt in der wöchentlichen Sendereihe vom Bayrischen Rundfunk  &#8220;Geist &amp; Gehirn&#8221;, wie das Wunderwerk in unserem Kopf funktioniert. Fast unglaublich: mittlerweile liegen etwa <strong>150 Folgen a 15 Minuten</strong> zum Anschauen im Internet bereit.</p>
<p><span id="more-2281"></span></p>
<h3>Hier geht es zu den mittlerweile 150 Videos:</h3>
<p><strong>Link: <a href="http://www.br-online.de/br-alpha/geist-und-gehirn/index.xml" class="liexternal">Geist und Gehirn von br-alpha</a></strong><br />
[ <em>Sie verlassen diese Seite</em> ]</p>
<p>Die Sendung &#8220;Geist &amp; Gehirn&#8221; wird jeweils     freitags um 22.45 Uhr im Bayrischen Rundfunk (BR-alpha) ausgestrahlt. Die bisherigen 15minütigen Folgen haben als Titel:</p>
<ul>
<li>Ein halbes Gehirn;</li>
<li>Karten im Kopf;</li>
<li>Sehen;</li>
<li>Baby im Bauch;</li>
<li>Höhere Karten;</li>
<li>Sucht und Bewertung;</li>
<li>Lernen im Schlaf;</li>
<li>Erfahrung;</li>
<li>Aufmerksamkeit;</li>
<li>Bilder des lebendigen Geistes;</li>
<li>Tun Gefühle weh?;</li>
<li>Das Ultimatum-Spiel;</li>
<li>Stress;</li>
<li>Neuronen;</li>
<li>Depression;</li>
<li>Kindheitstrauma;</li>
<li>Missbrauch, Depression;</li>
<li>Ethik im Scanner;</li>
<li>Vom Wackeln zum Hören;</li>
<li>Musik im Kopf;</li>
<li>Falsche Erinnerungen;</li>
<li>Macht Fernsehen dick?;</li>
<li>Frontalhirn an Mandelkern;<br />
Das Gehirn beim Autofahren;</li>
<li>Kinder lernen schnell;</li>
<li>Neuronen rechnen;</li>
<li>Vektoren im Kopf;</li>
<li>Gewolltes Vergessen;</li>
<li>Vorurteile im Kopf;<br />
Navigation im Gehirn;</li>
<li>Therapie mit Magnetfeldern;<br />
Landschaft;</li>
<li>Angst auf der Osterinsel;</li>
<li>Neugier; Vertrauen;</li>
<li>Mozart-Effekt;</li>
<li>Stimme;</li>
<li>Sprechen und Singen;</li>
<li>Aufmerksamkeit;</li>
<li>Die Farbe Rot;</li>
<li>Assoziationen;</li>
<li>Denkstörungen;</li>
<li>Tonleiter;</li>
<li>Harmonie;</li>
<li>Großmutterneuronen;</li>
<li>Spiegelneuronen;</li>
<li>Empathie und Schadenfreude;</li>
<li>Gehirn an der Börse;</li>
<li>Pillen fürs Lernen?;</li>
<li>Pillen fürs Vergessen;</li>
<li>Die innere Uhr;</li>
<li>Schichtarbeit und Jetlag;</li>
<li>Spinnen, Schlangen und Fremde;</li>
<li>Gehirnentwicklung;</li>
<li>Entwicklung und Lernen;</li>
<li>Babys lernen ganzheitlich;</li>
<li>Fernsehen und Bildung;</li>
<li>Bruttosozialglück;</li>
<li>Geld, Glück, Gesundheit;</li>
<li>Glück im Gehirn;</li>
<li>800 Jahre Psychotherapie;</li>
<li>Zwillingsforschung;</li>
<li>Gene für Gott?;</li>
<li>Neurofeedback;</li>
<li>Flow im Gehirn;</li>
<li>Strafandrohung;</li>
<li>Gehirnforschung zum Weihnachtsfest;</li>
<li>Namen: Schall und Rauch;</li>
<li>Kleine Gedanken;</li>
<li>Entscheidungen aus dem Bauch;</li>
<li>Unbewusste Kreativität;</li>
<li>Sie SIND Ihr Gehirn;</li>
<li>Gesichtszüge und Todesstrafe;</li>
<li>Gesichter und Namen;</li>
<li>Mutter-Kind-Beziehung;</li>
<li>Emotionen: GUT und SCHLECHT;</li>
<li>Neuronen fürs Entscheiden;</li>
<li>Gehirnforschung zum Weihnachtsfest</li>
<li>u.a.m</li>
</ul>
<p>Die Staffeln liegen auch als DVDs vor und können im Handel oder bei z.B. Amazon gekauft werden.</p>
<p>Wie findet ihr eigentlich diese Sendereihe? Schreibt doch bitte <a href="#respond" class="liinternal">eure Meinung dazu als Kommentar</a>!</p>
                                        <p><a href="http://www.online-seilgarten.de/blog/"><br />
<img border="0" src="http://www.online-seilgarten.de/images/logo-klein60x35.jpg" width="60" height="35" alt="onLINE Seilgarten Schaumburg" title="Videothek: Geist & Gehirn   uns selbst besser verstehen" /></a>&copy; Copyright <a href="http://www.online-seilgarten.de">www.online-seilgarten.de</a> | Mobiler Niedrigseilgarten | ErlebnispÃ¤dagogik | Outdoor-Teamtrainings im Landkreis Schaumburg, Hannover, Minden</p><br />
<p>Quelle dieser Mitteilung: <a href="http://www.online-seilgarten.de">www.online-seilgarten.de</a></p>                                                                              ]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hirnforschung: Video &#8211; Anregungen für Gehirnbenutzer</title>
		<link>http://www.online-seilgarten.de/blog/hirnforschung-video-anregungen-fur-gehirnbenutzer-2245.html</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 22:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Dudda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zur Hirnforschung: Lernen und Erlebnispädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Begeisterung]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Gerald Hüther]]></category>
		<category><![CDATA[Gelassenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Spitzer]]></category>
		<category><![CDATA[Neurowissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[SINN-STIFTUNG]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast täglich liefern uns die Neurowissenschaften neue Erkenntnisse über uns und unser Gehirn. Einer der populärsten Hirnforscher, der sich dafür einsetzt, dass die neueren Erkenntnisse der Hirnforschung möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden und diese Erkenntnisse in sinnvoller Weise umzusetzen, ist &#8211; neben dem Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer &#8211; Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther.
Wer noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2247" title="Video: Anregungen für Gehirnbenutzer" src="http://www.online-seilgarten.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/anregungen-fuer-gehirnbenutzer2.jpg" alt="anregungen fuer gehirnbenutzer2 Hirnforschung: Video   Anregungen für Gehirnbenutzer" width="266" height="177" align="left" />Fast täglich liefern uns die Neurowissenschaften neue Erkenntnisse über uns und unser Gehirn. Einer der populärsten Hirnforscher, der sich dafür einsetzt, dass die neueren Erkenntnisse der Hirnforschung möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden und diese Erkenntnisse in sinnvoller Weise umzusetzen, ist &#8211; neben dem Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer &#8211; Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther.</p>
<p>Wer noch nicht das Vergnügen hatte, Gerald Hüther live zu erleben und zu genießen, kann dieses nun mit einem Video-Vortrag nachholen: auf den Internetseiten des ddn (Das Demographie Netzwerk) ist ein Online-Vortrag anlässlich des Know-How-Kongresses 2009 in Köln hinterlegt, in welchem uns normalen Gehirnbenutzern viele Tipps für den Umgang mit unser vermeintlichen “Schaltzentrale” gegeben werden:</p>
<p><span id="more-2245"></span></p>
<ul>
<li><strong>Link : </strong> <a href="http://www.demographie-netzwerk.de/iv.-know-how-kongress-2009/videos/video-vortrag-prof.-dr.-gerald-hther.html?flvspeed=dsl" class="liexternal">Video-Vortrag von Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther</a> [Diese Webseite verlassen]</li>
</ul>
<h3>Begeisterung fördern</h3>
<p>In diesem Vortrag plädiert Prof. Hüther u.a. dafür, Begeisterung zu fördern. Begeisterung sei die beste Voraussetzung, um Dinge zu lernen, weil sich das Gehirn in einen entsprechend aktiven Zustand befindet. Also nehmt Euch nun ein wenig Zeit und laßt Euch durch den Vortrag von Prof. Hüther ebenfalls begeistern. &#8220;Gelassenheit hilft&#8221; :-)</p>
<p>Zur Person:<br />
Gerald Hüther ist Leiter der Abt. für neurobiologische Grundlagenforschung an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen. Neben seiner Tätigkeit als Forscher setzt sich Prof. Hüther auch für die Potential-Entfaltung von Kindern und Jugendlichen ein. Um in einer Welt des Wandels stabiler aufgestellt zu sein, spielen jedoch auch die Potentiale von Erwachsenen und älteren Menschen eine wichtige Rolle. Zu diesem Zweck hat er die SINN-STIFTUNG gegründet.</p>
<ul>
<li><strong>Link: </strong> <a href="http://www.sinn-stiftung.eu/" class="liexternal">www.sinn-stiftung.eu </a></li>
</ul>
                                        <p><a href="http://www.online-seilgarten.de/blog/"><br />
<img border="0" src="http://www.online-seilgarten.de/images/logo-klein60x35.jpg" width="60" height="35" alt="onLINE Seilgarten Schaumburg" title="Hirnforschung: Video   Anregungen für Gehirnbenutzer" /></a>&copy; Copyright <a href="http://www.online-seilgarten.de">www.online-seilgarten.de</a> | Mobiler Niedrigseilgarten | ErlebnispÃ¤dagogik | Outdoor-Teamtrainings im Landkreis Schaumburg, Hannover, Minden</p><br />
<p>Quelle dieser Mitteilung: <a href="http://www.online-seilgarten.de">www.online-seilgarten.de</a></p>                                                                              ]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was ist richtig? Was falsch? Was tun? Was lassen?</title>
		<link>http://www.online-seilgarten.de/blog/was-ist-richtig-was-falsch-was-tun-was-lassen-1989.html</link>
		<comments>http://www.online-seilgarten.de/blog/was-ist-richtig-was-falsch-was-tun-was-lassen-1989.html#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 23:09:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Dudda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zur Hirnforschung: Lernen und Erlebnispädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[empfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Gerald Hüther]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstzweifel]]></category>
		<category><![CDATA[Verunsicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; Ganz alltägliche Fragen &#8211; Doch in schwierigen Situationen können sie heftige innere Verunsicherung und Selbstzweifel auslösen
Das alles hat auch durchaus seinen Sinn, sagt der Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universität Göttingen und des Instituts für Public Health der Universität Mannheim/Heidelberg, Professor Gerald Hüther. Im Interview mit &#8220;der Standard&#8221; bringt er Licht in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img class="alignleft size-full wp-image-1990" title="was-ist-richtig" src="http://www.online-seilgarten.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/was-ist-richtig.jpg" alt="was ist richtig Was ist richtig? Was falsch? Was tun? Was lassen?" width="180" height="120" align="left" /><strong>&#8230; Ganz alltägliche Fragen &#8211; Doch in schwierigen Situationen können sie heftige innere Verunsicherung und Selbstzweifel auslösen</strong></p>
<p>Das alles hat auch durchaus seinen Sinn, sagt der Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universität Göttingen und des Instituts für Public Health der Universität Mannheim/Heidelberg, Professor Gerald Hüther. Im Interview mit &#8220;der Standard&#8221; bringt er Licht in das Dunkel dieser Gefühle.<br />
Im Kontext von erlebnispädagogischen Teamtrainings ist dieses ein sehr interessanter Artikel!</p>
<p>STANDARD: Professor Hüther, Selbstzweifel und innere Verunsicherung haben für Sie ein viel zu schlechtes Image. Warum?</p>
<p>Hüther: Weil es wichtige Gefühle sind. Sie sind die Triebfeder, die uns auch emotional in die Lage versetzt, unser Denken und Handeln immer wieder zu hinterfragen, Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Kurz, unser Verhalten zu ändern. Denn nur mit emotionaler Betroffenheit wird es möglich, aus eigenen Fehlern zu lernen und sich aus fehlsteuernden Verhaltensmustern zu befreien.
</p></blockquote>
<p><span id="more-1989"></span></p>
<blockquote><p>
Das ist eine der bedeutsamsten Erkenntnisse der Hirnforschung. Das nackte, rationale Denken allein ist nur so lange ein geeignetes Mittel zur Lösung von Problemen, wie diese Probleme relativ unwichtig sind, wenn sie uns selbst nicht direkt betreffen oder gar bedrohen. Sobald es um uns selbst geht, spielen plötzlich Gefühle und die mit diesen Gefühlen einhergehenden Körperreaktionen eine entscheidende Rolle. Verunsicherung und Selbstzweifel dürfen deshalb nicht ausschließlich als &#8220;schreckliche&#8221; Gefühlszustände angesehen werden. Sie helfen auch, flexibler, weltoffener zu leben.</p>
<p>STANDARD: Also weg mit der Angst vor Selbstzweifeln und Verunsicherung?</p>
<p>Hüther: Natürlich sind Selbstzweifel und Verunsicherung keine angenehmen Empfindungen. Aber sie verlieren viel von ihrem Schrecken, macht man sich bewusst: Sie sind wichtige Impulse, mal die gewohnten Gedankengänge und Ver-haltensweisen zu überprüfen. Gerade in unserer Zeit allgegenwärtiger Veränderungen ist das unerlässlich. Problematisch werden diese Gefühle erst, wenn sie jemanden förmlich überschwemmen und der nicht mehr imstande ist, sich selbst in diesem Zustand zu beobachten und den Signalcharakter von Selbstzweifeln und Verunsicherung zu erkennen.</p>
<p>STANDARD: Was passiert dann?</p>
<p>Hüther: Der Normalfall ist: Mithilfe unseres Frontalhirns und der dort erfahrungsabhängig herausgeformten und stabilisierten neuronalen Verschaltungen sind wir in der Lage, äußere Ereignisse und innere Empfindungen zu bewerten und auf entsprechende Änderungen von äußeren Anforderungen oder inneren, also körperlichen oder emotionalen Zuständen, durch geeignete Gegenmaßnahmen zu reagieren.</p>
<p>Durch eigenes Nachdenken und daraus abgeleitete bewusste Handlungen und Korrekturen finden wir so unser kurzzeitig verlorengegangenes inneres Gleichgewicht wieder oder können es wieder herstellen. Problematisch wird es wie gesagt von dem Moment an, wo diese Ereignisse und die dadurch ausgelösten verunsichernden Selbstzweifel sehr massiv werden und uns förmlich überschwemmen! Dann kommt es zu einer so starken Übererregung dieser neuronalen Netzwerke im Frontalhirn, dass dort kein das &#8220;normale&#8221; Denken und Handeln leitendes Erregungsmuster mehr aufgebaut werden kann. Umgangssprachlich heißt das dann: &#8220;Ich bin/war blockiert!&#8221;</p>
<p>Erlebt wird diese Blockade als ein das Denken lähmender Kontrollverlust. Das führt zur automatischen Aktivierung sogenannter Notfallprogramme und einer damit einhergehenden unkontrollierbaren Stressreaktion.</p>
<p>STANDARD: Diese Blockade erwischt aber nicht jeden. Warum nicht?</p>
<p>Hüther: Dafür gibt es mehrere Gründe, unter anderem die individuelle Veranlagung. Entscheidend aus heutiger Sicht aber ist: Manche Menschen sind bereits von Kindesbeinen an stärker als andere gewohnt, sich mit Verunsicherung auseinanderzusetzen. Immer wieder wurden sie in der Familie, in der Schule, während der Ausbildung verunsichert und zur Suche nach besseren, geeigneteren Lösungen angehalten.</p>
<p>So lernten sie früh, diesen Zustand auszuhalten, mit ihm umzugehen. Verunsicherung verlor für sie den Charakter von Bedrohlichkeit. Deshalb zeichnen sich diese Personen durch eine bemerkenswerte Resistenz gegenüber heiklen Situationen aus. Andere lernten, sich aufgrund wiederholter Verunsicherungen an neue Herausforderungen anpassen. Dadurch erwarben sie sich ein breites Spektrum unterschiedlicher Kompetenzen und wurden immer besser darin, unerschrocken und flexibel mit Problemen umzugehen, die andere in die Knie gehen lassen.</p>
<p>STANDARD: Wen treffen Verunsicherung und Selbstzweifel erfahrungsgemäß besonders?</p>
<p>Hüther: Interessanterweise vor allem Menschen, denen im bisherigen Leben mithilfe weniger und sehr einseitiger Bewältigungsstrategien zu viel zu gut gelungen ist. Sie mussten bis dahin nie erleben, wie es ist, wenn man an die tatsächlichen oder vermeintlichen Grenzen der eigenen Gestaltbarkeit und Kontrolle gelangt und sich Selbstzweifel und Verunsicherung einstellen.</p>
<p>Damit sahen sie zwangsläufig auch nicht die Notwendigkeit, sich nach anderen, neuen Problem_lösungsmustern umzusehen. Der Knackpunkt ist doch: Je häufiger und erfolgreicher ein Problem auf dieselbe Weise gelöst wird, desto mehr werden aus den anfänglich noch sehr schwachen Verknüpfungen im Gehirn erst immer besser nutzbare Nervenwege, dann Straßen und am Ende sogar Autobahnen. Und von diesen kommt man dann später oft nur schwer wieder herunter. Dann versucht man immer wieder auf dieselbe gewohnte Weise seine Herausforderungen in den Griff zu bekommen.</p>
<p>Verändern sich dann auf einmal die Problemstellungen und es müssten neue, besser in die Zeit passende Lösungsstrategien gefunden werden, fällt man immer wieder in die alten Muster zurück. Und gerät dann recht leicht in bis zur Panik verunsichernde Selbstzweifel.</p>
<p>STANDARD: Was schützt davor?</p>
<p>Hüther: Ideal wäre es, könnten wir alle bereits im Heranwachsen ganz selbstverständlich lernen, uns selbst und unsere Vorstellungen immer wieder infrage zu stellen, Probleme weniger befangen zu sehen und offener anzugehen, ge-machte Fehler und erkannte Schwächen als Herausforderung oder Ansporn zu nehmen statt sie zu verdrängen oder zu vertuschen. Nichts als das schützt besser davor, später im Leben unter die Räder destabilisierender Gefühle zu kommen, unflexibel zu werden und sich in überholten Denk- und Verhaltensweisen festzufahren.</p>
<p>STANDARD: Nicht alle haben dieses Glück, was tun sie?</p>
<p>Hüther: Wer nicht im Heranwachsen lernen konnte, flexibler zu handeln und nicht blind auf bisherige Erfolgsstrategien zu vertrauen, muss diese wichtige Lektion eben nachholen. Das heißt, die oder der Betreffende muss irgendwie zu der Erkenntnis finden oder gebracht werden: Bewährte, erfolgreich eingesetzte Strategien, Vorstellungen und Verhaltensweisen garantieren nicht für immer Erfolg.</p>
<p>Das bedarf schon einiger Anstrengung, denn genau diese Denkweisen und Verhaltensmuster sind ja inzwischen Teil der eigenen Persönlichkeit, der Ich-Struktur ge-worden. Hier kommt das ins Spiel, was wir gemeinhin Persönlichkeitsentwicklung nennen. Wie wichtig es bei der heutigen Veränderungsgeschwindigkeit für das persönliche Wohlergehen ist, sich selbst und den eigenen Gewohnheiten und Gepflogenheiten gegenüber wachsam zu bleiben, wird dadurch vielleicht für jeden deutlich.</p>
<p>STANDARD: Was heißt das konkret?</p>
<p>Hüther: Denk- und Verhaltensweisen nicht zu unbewussten Automatismen werden zu lassen. Ereignisse, Personen, überhaupt alles, was einem im Leben begegnet, nicht nur aus einer Perspektive zu betrachten.<br />
Je mehr man in diesem Sinne sozusagen weltoffener wird, desto stabiler steht man erfahrungsgemäß im Leben. Der beste Schutz vor bis zur Selbstlähmung verunsichernden Selbstzweifeln ist, weniger voreingenommen, offener, kurz und gut bewusster zu leben. Und bewusster leben zu lassen.</p>
<p>STANDARD: Und wie schafft man das?</p>
<p>Hüther: Indem man versucht, die inneren Einstellungen und Haltungen, die Glaubenssätze und Überzeugungen, die den Blick in die Welt und den Umgang mit der Welt mehr unbewusst als bewusst steuern, zu erkennen und zu hinterfragen: Warum denke und verhalte ich mich so, wie ich mich verhalte? Woher kommen diese Erfahrungen, die sich tief in mein Gehirn eingeprägt haben und mich unterschwellig steuern?</p>
<p>Wiederum der Knackpunkt ist dabei: Haltungen und Einstellungen sind in Form komplexer neuronaler Netzwerke im Frontalhirn verankert. Sie sind kein auswendig gelerntes Wissen, sondern durch am eigenen Leib gemachte Erfahrungen entstanden.</p>
<p>Deshalb lassen sich diese Netzwerke auch nicht durch noch so kluge Ratschläge, Belehrungen oder gute Vorsätze verändern, sondern nur durch neue Erfahrungen: dass man nicht auf Anhieb perfekt sein kann und muss, dass man sich irren und Fehler machen kann, dass gerade die &#8211; wird offen und angstfrei mit ihnen umgegangen &#8211; ganz wesentliche Anstöße zur persönlichen Entwicklung geben können. Und diese neuen Erfahrungen überschreiben dann allmählich die fehlsteuernden alten neuronalen Netzwerke im Kopf, sprich neues Denken und Verhalten wird gelernt.</p>
<p>STANDARD: Gelingt das ohne fremde Hilfe?</p>
<p>Hüther: Menschen, die in ihrem bisherigen Leben nicht gelernt haben, immer wieder nach neuen Verhaltensweisen und Verhaltensmöglichkeiten zu suchen und sie auszuprobieren, brauchen erfahrungsgemäß Menschen, die ihnen Mut machen, sie animieren und inspirieren, Probleme aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und mit anderen Vorgehensweisen zu lösen. Kurz, sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Das kann ein Freund sein, ein weitblickender, Führung in seiner tatsächlichen Doppelfunktion von Fördern und Fordern begreifender Vorgesetzter oder auch ein Therapeut. Wichtig ist in jedem Fall, die Selbstzweifel und Verunsicherungsgefühle nicht zu pathologisieren, also als krankhaft darzustellen, sondern eine Strategie des Mutmachens, der Inspiration zu verfolgen. Und der Stärkung innerer Ressourcen.<br />
Vor allem des Vertrauens zu sich selbst, zu den eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten, die meist erheblich größer sind, als sie ängstliche Befangenheit scheinen lässt.<br />
( DER STANDARD, Printausgabe, 31.10./1.11.2009)</p></blockquote>
<p>via: http://derstandard.at/fs/1256743686465/Schwierigkeiten-im-Job-Was-ist-richtig-Was-falsch-Was-tun-Was-lassen<br />
<strong><img class="alignleft size-full wp-image-1994" title="huether" src="http://www.online-seilgarten.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/huether.jpg" alt="huether Was ist richtig? Was falsch? Was tun? Was lassen?" width="140" height="210" align="left" />Zur Person</strong></p>
<p>Gerald Hüther (Jahrgang 1951) ist Neurobiologe und arbeitet auf dem Gebiet der experimentellen Hirnforschung. Von 1989 bis 1994 baute er die Abteilung für neurobiologische Grundlagenforschung an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen auf, die er seitdem leitet. Schwerpunkte gegenwärtiger Tätigkeit: Einfluß psychosozialer Faktoren und psychopharmakologischer Behandlungen auf die Hirnentwicklung, Auswirkungen von Angst, Stress und Bedeutung emotionaler Bindungen.</p>
<p align="justify"><strong>Literatur:</strong></p>
<ul>
<li>Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Macht der inneren Bilder</li>
</ul>
<ul>
<li>Das Geheimnis der ersten neun Monate</li>
</ul>
<ul>
<li>Die   Evolution der Liebe</li>
</ul>
<ul>
<li>Neurobiologie   der Partnerwahl.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie der Affe durch Liebe zum Menschen wurde</li>
</ul>
<ul>
<li>Biologie der Angst</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie aus Stress Gefühle werden</li>
</ul>
<p>via: http://derstandard.at/fs/1256743686465/Schwierigkeiten-im-Job-Was-ist-richtig-Was-falsch-Was-tun-Was-lassen</p>
                                        <p><a href="http://www.online-seilgarten.de/blog/"><br />
<img border="0" src="http://www.online-seilgarten.de/images/logo-klein60x35.jpg" width="60" height="35" alt="onLINE Seilgarten Schaumburg" title="Was ist richtig? Was falsch? Was tun? Was lassen?" /></a>&copy; Copyright <a href="http://www.online-seilgarten.de">www.online-seilgarten.de</a> | Mobiler Niedrigseilgarten | ErlebnispÃ¤dagogik | Outdoor-Teamtrainings im Landkreis Schaumburg, Hannover, Minden</p><br />
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		<title>Gedächtnistraining-Richtig lernen will gelernt sein</title>
		<link>http://www.online-seilgarten.de/blog/gedachtnistraining-richtig-lernen-will-gelernt-sein-1626.html</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 21:59:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Dudda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zur Hirnforschung: Lernen und Erlebnispädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnistraining]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforscher]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Einkaufszettel und das Geld liegen zu Hause auf dem Küchentisch. An der Kasse dann die totale Denk-Blockade. Auch nach dem dritten Eintippen der PIN verweigert das EC-Lesegerät seine Dienste. Falsche Ziffernfolge!
Lernen mit allen Sinne:
Wohl dem, der sich vorher mit Gedächtnistraining beschäftigt hat. &#8220;Beim Einkaufszettel hilft die Loci-Technik, bei der PIN eine Eselsbrücke mit Ziffern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Einkaufszettel und das Geld liegen zu Hause auf dem Küchentisch. An der Kasse dann die totale Denk-Blockade. Auch nach dem dritten Eintippen der PIN verweigert das EC-Lesegerät seine Dienste. Falsche Ziffernfolge!<br />
Lernen mit allen Sinne:</p>
<blockquote><p>Wohl dem, der sich vorher mit Gedächtnistraining beschäftigt hat. &#8220;Beim Einkaufszettel hilft die Loci-Technik, bei der PIN eine Eselsbrücke mit Ziffern und Buchstaben&#8221;, ermutigt die Bremer Gedächtnistrainerin Sabine Steudel. Steudel rät zu einer ganzheitlichen Form des Lernens. &#8220;Sehen, fühlen, riechen, schmecken, bewegen &#8211; wer möglichst viele Sinne gleichzeitig anspricht, hat den größten Lernerfolg.&#8221; Davon profitierten Ältere genauso wie Kinder und Jugendliche.</p>
<p><span id="more-1626"></span><br />
Schluss also mit dem sturen Pauken, das rät auch der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth. Inhalte sollten<br />
in möglichst vielen Schubladen abgelegt werden. Wer so lernt, verknüpft nach seinen Worten im Hirn mehr Neuronen, was automatisch das Erinnerungsvermögen steigert. Wer nur eintrichtert, verbindet nur lose. Eine Woche später ist alles wieder weg. Wird also trockener Stoff mit Bildern und Geschichten gekoppelt, haftet er besser.<br />
So konstruieren Gedächtnistrainerinnen wie Sabine Steudel in der &#8220;Loci-Technik&#8221; (vom Lateinischen &#8220;Locus&#8221;: Ort) wilde Geschichten mit eigentümlichen Routen etwa durch die eigene Küche, um sich einen Einkaufszettel zu merken: Der Käse liegt auf der Heizung, die Paprika hängt am Ventilator, der Brotkorb steht unter dem Tisch, der Spinat schmückt die Tapete. Im Supermarkt reicht es dann, gedanklich durch die Küche zu spazieren, um sich an die Liste zu erinnern.<br />
&#8220;Memotechniken&#8221; wie diese funktionieren auch in der Schule, sagt die mehrfache Jugendweltmeisterin im Gedächtnistraining, Christiane Stenger. &#8220;So kann man beispielsweise eine Route in der Wohnung festlegen und Informationen damit verknüpfen, wie etwa die Schulsachen, die man morgens nicht vergessen darf.&#8221; Wer Buchstaben und Bilder verknüpfe, könne sich auch im Diktat helfen. &#8220;Wer bei &#8216;Fahne&#8217; immer das h in der Mitte vergisst, sucht sich ein Wort, das mit diesem Buchstaben anfängt, wie Hase. Dann stellt man sich eine große Fahne vor, auf der ein kleiner Hase hoppelt. Beim Diktat erinnert man sich dann an den Hasen und weiß: Fahne mit h.&#8221;<br />
Wie störanfällig allerdings das System ist, zeigen Studien der Uni Bremen, nach denen aufwühlende Filme am Nachmittag den Schulstoff vom Vormittag löschen können. Der Transfer zwischen Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis sei sensibel, sagt Hirnforscher Roth. Doch stimmen die Rahmenbedingungen, macht die Sache Spaß. &#8220;Unser Gehirn belohnt Lernen außerordentlich stark&#8221;. Endorphine heißen die körpereigenen Drogen, die auf Fortschritte einen kleinen Glücksrausch folgen lassen. Der stellt sich auch an der Supermarktkasse ein, wenn sich die PIN der EC-Karte mit Gedächtnistraining rekonstruieren lässt.</p></blockquote>
<p>via:<a href="http://www.morgenpost.de" class="liexternal"> http://www.morgenpost.de</a></p>
                                        <p><a href="http://www.online-seilgarten.de/blog/"><br />
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		<title>Hirnforschung: Kampf oder Kooperation</title>
		<link>http://www.online-seilgarten.de/blog/hirnforschung-kampf-oder-kooperation-683.html</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 18:40:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Dudda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokus und News]]></category>
		<category><![CDATA[Zur Hirnforschung: Lernen und Erlebnispädagogik]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Mensch aus dem Blickwinkel der Neurobiologie. Experte Univ.-Prof. Joachim Bauer beantwortet die Frage nach den Grundmotivationen des Menschen
Die Nachrichten sind voller negativer Schlagzeilen. Unternehmen kämpfen ums Überleben; Manager bangen um ihr Lebenswerk. Gerade in Krisenzeiten sind Konkurrenz und Kampf reale Tatsachen. Aber hat die Theorie, dass Kampf, Egoismus und Aggression die Leitmotive des menschlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong><a href="http://www.online-seilgarten.de/blog/wp-content/uploads/2009/03/bauer.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-684" title="Prof. Joachim Bauer" src="http://www.online-seilgarten.de/blog/wp-content/uploads/2009/03/bauer-150x150.jpg" alt="bauer 150x150 Hirnforschung: Kampf oder Kooperation" width="150" height="150" align="left" /></a></strong>Der Mensch aus dem Blickwinkel der Neurobiologie. Experte Univ.-Prof. Joachim Bauer beantwortet die Frage nach den Grundmotivationen des Menschen</p>
<p>Die Nachrichten sind voller negativer Schlagzeilen. Unternehmen kämpfen ums Überleben; Manager bangen um ihr Lebenswerk. Gerade in Krisenzeiten sind Konkurrenz und Kampf reale Tatsachen. Aber hat die Theorie, dass Kampf, Egoismus und Aggression die Leitmotive des menschlichen Handelns sind, noch Bestand? Oder weisen neue Erkenntnisse nicht vielmehr darauf hin, dass immer dort, wo Menschen mit Menschen zu tun haben, ein Umdenken passieren muss?<br />
<span id="more-683"></span><br />
Charles Darwin, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt, forderte, der Mensch müsse einem fortwährenden Kampf ausgesetzt bleiben. Einige Jahrzehnte nach Aufstellung dieses Appells stellte Konrad Lorenz seinerseits die These auf, der Mensch werde durch einen &#8220;Aggressionstrieb&#8221; geleitet. Vor wenigen Jahren schließlich entwickelte der darwinistische Biologe Richard Dawkins seine Theorie von den &#8220;egoistischen Genen&#8221;.</p>
<p>Außer Frage ist, dass Kampf und Konkurrenz reale Tatsachen menschlichen Handelns sind und auf einer biologischen Grundlage basieren. Doch die Theorie, dass Kampf, Egoismus und Aggression Leitmotive menschlichen Handelns seien, hat sich als falsch herauskristallisiert. <em>Die moderne Hirnforschung belegt, nicht Kampf und Aggression sondern <strong>der Wunsch nach Kooperation und sozialer Akzeptanz sind die wichtigsten menschlichen Grundmotivationen</strong>. Auch Gene sind, anders als die aufgestellten Behauptungen, nicht &#8220;egoistisch&#8221;.</em></p>
<p>Die beiden Phänomene &#8220;Angst&#8221; und &#8220;Aggression&#8221; sind neurobiologische und psychologische Signalgeber. Sie helfen dem Menschen, gefährliche Situationen zu erkennen und abzuwehren. Wie die Angst, so ist auch die Aggression ein bei Bedarf abrufbares, biologisch fundiertes Programm. Was die Dynamik der menschlichen Aggression besser als bisher verstehen lässt, sind aktuellere neurobiologische Experimente, die zeigen, dass die Schmerzzentren des Gehirns nicht nur durch die Zufügung von körperlichem Schmerz aktiviert werden, sondern auch durch <strong>die Erfahrung sozialer Ausgrenzung</strong>.</p>
<p>Überall dort, wo Menschen mit Menschen zu tun haben, muss ein Umdenken passieren. Das betrifft nicht nur die Erziehung und die Arbeit in den Schulen, sondern auch die Situation an jedem anderen Arbeitsplatz. Insbesondere die Frage, was eine &#8220;gute Führung&#8221; ist, muss aufgearbeitet und beantwortet werden.</p>
<p>Professor Bauer zeigt neueste Ergebnisse der Hirnforschung auf und gibt Hilfestellungen, hier speziell auch für die Berufsgruppen Lehrer und Erzieher sowie darüber hinaus für Eltern.</p>
<p><em>Univ.-Prof. Dr. Joachim Bauer, geb. 1951, ist Arzt, Neurobiologe und Psychotherapeut. Er lehrt als Medizinprofessor am Uniklinikum Freiburg. Bauer ist Autor von viel beachteten Bücher wie &#8220;Das Gedächtnis des Körpers&#8221;, &#8220;Warum ich fühle was du fühlst&#8221; oder &#8220;Prinzip Menschlichkeit&#8221;. Zuletzt erschien sein Buch &#8220;Das kooperative Gen&#8221;.</em></p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://www.prcenter.de/Kampf-oder-Kooperation-Der-Mensch-aus-dem-Blickwinkel-der-Neurobiologie.45342.html">Familienbund der Katholiken<br />
</a></p>
<p>via: <a href="http://www.prcenter.de/Kampf-oder-Kooperation-Der-Mensch-aus-dem-Blickwinkel-der-Neurobiologie.45342.html" class="liexternal">prcenter.de</a></p>
<p>&#8220;Der Wunsch nach Kooperation und sozialer Akzeptanz sind die wichtigsten menschlichen Grundmotivationen&#8221; heißt es in diesem Text. Dem stimme ich zu. Wenn wir in diesem Zusammenhang beobachten, wie Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen diese Grundbedürfnisse zu erfüllen suchen &#8211; zuweilen in unangemessener Art und Weise &#8211; , erkennen wir meist auch, nach welchen Mustern (Scripts) dieses in ihrer früher Kindheit geschah.</p>
<p>So zum Beispiel bekommen Kinder die nötige soziale Akzeptanz/Liebe/Sicherheit/Bestätigung/Nähe/Halt  je nach Elternhaus durch angepasst sein, krank-sein, laut/leise sein, sich wichtig/unwichtig nehmen, sich aufblasen/zurück halten, selbstständig/unselbstständig sein, Gefühle zulassen/vermeiden etc. und erlernen auf diese Weise, WIE das Grundbedürfnis nach sozialer Akzeptanz vermeintlich gestillt wird.</p>
<p>Die Transaktionsanalyse (TA) spricht hier von sogennanten Scripts:  &#8220;<em>Bevor ein Kind auch nur in den Kindergarten kommt, entwickelt es eine Grundeinstellung (mit ca. 3 bis 4 Jahren).  Sie beantwortet die Frage, wie jemand sich selbst, die anderen und die Welt im allgemeinen sieht. Ausschlaggebend für die Wahl unserer persönlichen Position sind sowohl die Erfahrungen bei der Suche nach Zuwendung (sozialer Akzeptanz)  als auch unsere Erfahrungen im Umgang mit unseren Bedürfnissen, Interessen und Wünschen. In der Regel wird ein ganzes Leben lang an solch einer Grundeinstellung festgehalten.&#8221; </em>(Ruedi Steiger)</p>
<p>Im Teamtraining gerade mit Jugendlichen läßt sich beobachten, auf welche unterschiedlichen Weisen die so sehr benötigte  sozialer Akzeptanz und der Wunsch nach Kooperation zu erfüllen versucht wird und nach welchen gelernten, manchma paradoxen  Scripts/Mustern das geschieht. Oftmals ist es den Teilnehmern dabei nicht bewußt, dass ihr (früh erlerntes &#8211; einst notwendige, aber heute zuweilen unangemessenes) Handeln im Ergebnis das Gegenteil bewirkt, zum Beispiel beim &#8220;Angeben&#8221;, &#8220;Schuldzuweisungen&#8221;, Nicht-zuhören-können, Aktionismus, Trotz, Konformismus,  u.v.m. wird die ersehnte Akzeptanz und Kooperation meist nicht erfüllt.</p>
<p>Im erlebnispädagogischen Teamtraining wird jeweils nach jeder Teamaufgaben das Verhalten der Teilnehmer reflektiert &#8211; auch explizit auf die konkrete Kooperation und Kommunikation der Gruppe hin betrachtet und vor Augen geführt, was geschah &#8211; und schließlich alternative Handlungsweisen zum Erproben angeboten. Das ist keine psychologische Therapie, sondern die Möglichkeit, positive Verhaltensweisen auszuprobieren und zu er-leben, die für die Beteiligten und den Einzelnen innerlich befriedigend sind. Auf diese Weise lassen sich neue Erfahrungen erleben, Alternativen zu alten Verhaltensmustern erproben, die (alte) Angst vor sozialer Ausgrenzung überwinden, Grenzen erweitern &#8230;</p>
                                        <p><a href="http://www.online-seilgarten.de/blog/"><br />
<img border="0" src="http://www.online-seilgarten.de/images/logo-klein60x35.jpg" width="60" height="35" alt="onLINE Seilgarten Schaumburg" title="Hirnforschung: Kampf oder Kooperation" /></a>&copy; Copyright <a href="http://www.online-seilgarten.de">www.online-seilgarten.de</a> | Mobiler Niedrigseilgarten | ErlebnispÃ¤dagogik | Outdoor-Teamtrainings im Landkreis Schaumburg, Hannover, Minden</p><br />
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		<title>Finde dein Glück: Glück als Unterrichtsfach</title>
		<link>http://www.online-seilgarten.de/blog/finde-dein-gluck-gluck-als-unterrichtsfach-672.html</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 13:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Dudda</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hirnforschung und Schule: ein ungewöhnliches Experiment an einer Heidelberger Schule
Wie wird man ein glücklicher Mensch? Was ist Glückseligkeit und wie findet man sein Glück? Fragen, die die Menschheit seit alters bewegen. In Heidelberg hat man «Glück« nun zum Schulfach erklärt, und ein Wissenschaftler aus Münster untersucht das «Bruttoglücksprodukt«.

Zwei Stunden pro Woche steht Glück auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="http://www.online-seilgarten.de/blog/wp-content/uploads/2009/03/glueck_thumb1.jpg" class="liimagelink"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-674" title="Finde dein Glück" src="http://www.online-seilgarten.de/blog/wp-content/uploads/2009/03/glueck_thumb1-150x150.jpg" alt="glueck thumb1 150x150 Finde dein Glück: Glück als Unterrichtsfach" width="90" height="90" align="left" /></a><strong>Hirnforschung und Schule: </strong>ein ungewöhnliches Experiment an einer Heidelberger Schule<br />
Wie wird man ein glücklicher Mensch? Was ist Glückseligkeit und wie findet man sein Glück? Fragen, die die Menschheit seit alters bewegen. In Heidelberg hat man «Glück« nun zum Schulfach erklärt, und ein Wissenschaftler aus Münster untersucht das «Bruttoglücksprodukt«.<br />
<span id="more-672"></span><br />
Zwei Stunden pro Woche steht Glück auf dem Lehrplan. In der ersten von fünf Phasen (je sechs Wochen) suchen die Schüler nach ihren individuellen Glückszielen, in der zweiten hilft ihnen ein Mentaltrainer, ihre inneren Stärken zu erkennen und mögliche Blockaden zu lösen. Im dritten Abschnitt geht es ums Glück körperlicher Erfahrungen im Sport, dann beim Theaterspielen und schließlich in der Ernährung. «Die Schüler sollen lernen, ihre Persönlichkeit zu stärken, außerdem sich selbst zu motivieren, aber auch zu beruhigen«, erklärt Ernst Fritz-Schubert. «Dazu gehört die Fähigkeit, Hindernisse zu überwinden, körperlich wie geistig.« Schubert ist Schuldirektor und Erfinder des neuen Lehrfachs. Anfangs wurde er belächelt, jetzt wird er gelobt.</p>
<p>Vor anderthalb Jahren hat ein Wirtschaftsgymnasium mit Berufsfachschule, die Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg, das Fach «Glück« eingeführt. Schüler zwischen 15 und 17 Jahren belegen die Kurse mit Begeisterung. 80 Prozent der bisherigen Teilnehmer erklärten sich zu Glücksschülern, kein einziger gab an, seine Teilnahme bereut zu haben. Ein Nebeneffekt des Unterrichtsfachs: Die Schüler verbesserten durchweg ihre Noten, am meisten im Sport. Kein Wunder, sie hatten gelernt, dass durch Bewegung Dopamin und Endorphine ausgeschüttet werden &#8211; Glückshormone.</p>
<p>«Sie sollen lernen, ihre eigene Biografie zu schreiben«, sagt Schubert über die Schüler. Für ihn ist Glück «ein Idealzustand, der durch sinnvolles Leben und sinnvolles Erleben erreicht wird«. Behilflich waren Psychologen, Neurolinguisten, Theaterwissenschaftler, Handwerker und ein früherer Hockeyweltmeister, die als ehrenamtliche Kursleiter im Wochenwechsel den Unterricht gestalteten.</p>
<p>Das Glück wird von verschiedenen Standpunkten aus betrachtet, angefangen von antiken Philosophen bis zu Experten der Hirnforschung. Die Glücks-Kadetten kommen aus Hauptschulen, viele mit Migrationshintergrund. «Der Sinn ist nicht, alle Schüler glücklich zu machen, sondern ihnen neue Wege zu zeigen«, sagt Schubert. Das Glücksgefühl entsteht im individuellen Handeln, wozu die Teenager von der Gemeinschaft bewegt werden. Die Botschaft: Finde dein Glück.</p>
<p>Das größte Glück, fand der britische Wirtschaftswissenschaftler Richard Layard heraus, ist die Arbeit. Sie ist die große Konstante unseres Daseins. «Arbeitszufriedenheit ist für die meisten Menschen das Wichtigste im Leben«, so Layard. Arbeitslosigkeit dagegen sei die größte menschliche Katastrophe. Ist sie von Dauer, wird sie als persönliche Vernichtung erfahren. Denn niemand arbeitet nur für Geld, sondern auch, weil Arbeit Lebenssinn schafft und das Gefühl, zu einer Gemeinschaft zu gehören.</p>
<p>Glück ist nicht die «Glückseligkeit«, wie sie Kirchenvertreter predigen. Vielmehr ist es, so die Experten der Glücksforschung, tiefe innere Zufriedenheit, ein «good feeling«, das zum Leben und Arbeiten befähigt wie nichts anderes. Weil der Mensch so sehr davon abhängt, ist das Thema von höchster gesellschaftlicher Brisanz. Heranwachsende lernen, dass nicht Geldzuwachs voranbringt, sondern erstens intakte private Verhältnisse, zweitens ein sicherer und befriedigender Job und drittens Gesundheit. Alles andere, da sind sich die Fachleute einig, ist nachrangig.</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://www.nn-online.de" class="liexternal">Nürnberger Nachrichten</a> vom 10.03.2009</p>
                                        <p><a href="http://www.online-seilgarten.de/blog/"><br />
<img border="0" src="http://www.online-seilgarten.de/images/logo-klein60x35.jpg" width="60" height="35" alt="onLINE Seilgarten Schaumburg" title="Finde dein Glück: Glück als Unterrichtsfach" /></a>&copy; Copyright <a href="http://www.online-seilgarten.de">www.online-seilgarten.de</a> | Mobiler Niedrigseilgarten | ErlebnispÃ¤dagogik | Outdoor-Teamtrainings im Landkreis Schaumburg, Hannover, Minden</p><br />
<p>Quelle dieser Mitteilung: <a href="http://www.online-seilgarten.de">www.online-seilgarten.de</a></p>                                                                              ]]></content:encoded>
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		<title>Begeistern statt büffeln: Was Hirnforscher Pädagogen raten</title>
		<link>http://www.online-seilgarten.de/blog/begeistern-statt-buffeln-was-hirnforscher-padagogen-raten-363.html</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 22:06:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Dudda</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das &#8220;Szenische Lernen&#8221; ist eine moderne Unterrichtsmethode, die in den letzten Jahren immer beliebter wurde. Die Idee dahinter ist es, Schüler &#8220;ganzheitlich&#8221; anzusprechen, sie also nicht nur geistig, sondern auch körperlich zu aktivieren. Um sich Vokabeln einzuprägen werden einzelne Wörter beim Lernen mit passenden Handbewegungen verknüpft, um sie sich besser merken zu können. Zudem haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das &#8220;Szenische Lernen&#8221; ist eine moderne Unterrichtsmethode, die in den letzten Jahren immer beliebter wurde. Die Idee dahinter ist es, Schüler &#8220;ganzheitlich&#8221; anzusprechen, sie also nicht nur geistig, sondern auch körperlich zu aktivieren. Um sich Vokabeln einzuprägen werden einzelne Wörter beim Lernen mit passenden Handbewegungen verknüpft, um sie sich besser merken zu können. Zudem haben Hirnforscher herausgefunden, dass Emotionen dem Lernen und der Kreativität förderlich sind. Büffeln soll Spaß machen. Entscheidend dabei ist, die zu lernenden Inhalte mit positiven Gefühlen aufzuladen &#8211; negative Emotionen wie Angst oder Stress hemmen hingegen die Kreativität und behindern den Lernprozess.</p>
<p><span id="more-363"></span></p>
<p>Aus: Bayern2Radio &#8211; radioWissen, vom 21.02.2007</p>
<blockquote><p><!--[if gte mso 9]><xml> <w :WordDocument> </w><w :View>Normal</w> <w :Zoom>0</w> <w :HyphenationZone>21</w> <w :PunctuationKerning /> <w :ValidateAgainstSchemas /> <w :SaveIfXMLInvalid>false</w> <w :IgnoreMixedContent>false</w> <w :AlwaysShowPlaceholderText>false</w> <w :Compatibility> <w :BreakWrappedTables /> <w :SnapToGridInCell /> <w :WrapTextWithPunct /> <w :UseAsianBreakRules /> <w :DontGrowAutofit /> </w> <w :BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w>  </xml>< ![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w :LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156"> </w> </xml>< ![endif]--> <!--[if gte mso 10]><br />
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<!--[endif]-->
<p class="MsoNormal"><strong>Manuskript:</strong> <em>Begeistern statt büffeln: Was Hirnforscher Pädagogen raten</em></p>
<p class="MsoNormal">Autorin: Claudia Bultje-Herterich<br />
Redaktion: Iska Schreglmann
</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>1. ZUSPIELUNG</strong></p>
<p class="MsoNormal">Unterrichtsszene ganz kurz, fast wie ATMO/ Stimme Lehrerin: C´Ã©tait bien fait, c´Ã©tait parfait, merci &#8211; Ende Applausâ€¦.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Applaus für eine Schultheateraufführung? Nein, eine recht gewöhnliche Französischstunde der Klasse 10 n des Gymnasiums Kirchheim bei München. Spontaner Beifall für die Leistungen von Mitschülern ist hier keine Seltenheit.</p>
<p class="MsoNormal">Lillly Nürnberger unterrichtet seit 15 Jahren Französisch und Latein. In den letzten Jahren gestaltet sie ihren Unterricht hauptsächlich über das &#8220;Szenische Lernen&#8221;.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Das &#8220;Szenische Lernen&#8221; ist eine moderne Unterrichtsmethode, die vor allem darauf basiert, Schüler &#8220;ganzheitlich&#8221; anzusprechen, sie körperlich zu aktivieren. Eine Methode, die viele Möglichkeiten bietet, mit Worten spielt und Schüler oft gemeinsam im Chor sprechen lässt. Einzelne Vokabeln werden beim Lernen zusätzlich mit passenden Handbewegungen verknüpft, um sich im Gehirn besser einzuprägen und auch sonst wird vor allem viel Bewegung und Emotion in den Unterricht eingebaut.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>2. ZUSPIELUNG (Lehrerin mit Klasse)</strong></p>
<p class="MsoNormal">So, der Satz, wie ist der wohl im Text gesprochen worden? Machen wirs mal ärgerlich, alle zusammen. Die Mutter ärgert sich. Wir ärgern uns. Alle zusammen: Gut im Chor: &#8220;En faitâ€¦..&#8221; lachen. Eine Mutter die am Nervenzusammenbruch ist, und jetzt ist der &#8220;Pannier&#8221; nicht daâ€¦.. Schüler lauter im Chorâ€¦ein Vater der absolut cool bleibt, eine schüchterne Mutter, Chor, piepsig. Merci!</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Das Gymnasium Kirchheim legt viel Wert auf fortschrittliche Lernmethoden und sucht gezielt Lehrer, die offen dafür sind. Seit 2005 arbeitet die Schule eng mit dem Ulmer &#8220;Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernforschung&#8221; zusammen, einer in Deutschland noch recht ungewöhnlichen Forschungseinrichtung, denn erstmals arbeiten dort Hirnforscher Hand in Hand mit Pädagogen. Seit zwei Jahren haben sich unter der Leitung des Hirnforschers und Psychiaters Prof. Manfred Spitzer, finanziell unterstützt vom Land Baden-Württemberg, in Ulm Ärzte, Neurobiologen, Psychologen und Pädagogen zusammengetan, um interdisziplinär die neuesten Forschungsergebnisse der Hirnforschung für die Schulpraxis nutzbar zu machen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Anhand von Hirnstrommessungen, EKG und Magnetresonanztechnik versuchen die Forscher herauszufinden, unter welchen Voraussetzungen sich Schulkinder am besten konzentrieren können, welche Lernatmosphäre die Aufnahme von Wissen fördert bzw. welche sie behindert. Durch tragbare Minicomputer &#8211; von den Schülern 18 Stunden lang am Körper getragen &#8211; ist es möglich, immer genauer zu beobachten, was im Gehirn passiert, wenn Kinder lernen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Alle Experten am Transferzentrum für Neurowissenschaften haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen zusammen mit Pädagogen und Lehrern das Lernen an der Schule verbessern. Durch vielfältige Zusammenarbeit mit Kultusministerien verschiedener Bundesländer, durch Lehrerfortbildungen und Methoden-Kongresse rücken sie den Zusammenhang zwischen Hirnforschung und positivem, nachhaltigen Lernen immer mehr in den Fokus der Diskussion.</p>
<p class="MsoNormal">Auch das &#8220;Szenische Lernen&#8221; am Kirchheimer Gymnasium wurde vom Transferzentrum wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Untersucht wurden die Verbesserung der Sprechfähigkeit der Schüler in Französisch und die Erfolge beim Vokabel lernen in Latein.</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">In Französisch mussten Schüler der 6. und 7. Klasse in sechs Lerneinheiten das Lesen eines unbekannten Textes einüben. Ein Teil der Klasse lernte traditionell: Die Schüler wurden der Reihe nach aufgerufen, um den französischen Text ganz oder in Teilen vorzulesen. Beim Szenischen Lernen wurde der Textabschnitt durch gemeinsames Vorlesen, das Lesen einzelner Sätze mit Körpereinsatz und dem Darstellen von Szenen eingeübt. Danach wurden die Schüler beider Gruppen per Video aufgenommen und Aussprache und Ausdruck beim Lesen von vier unabhängigen Lehrern beurteilt.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Im Lateinunterricht wurden neue Vokabeln eines Textes erarbeitet und dann in zehnminütigen Sitzungen gelernt. Auch hier wurden die Klassen geteilt. Traditionell wurde mit dem Vokabelheft, durch Abdecken und Wiederholen geübt. Die anderen Schüler lernten &#8220;szenisch&#8221;: Also Lateinvokabeln über das Chorsprechen und den Einsatz von Bewegung.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Nach einer Woche wurde das erste Mal geprüft, was &#8220;hängen geblieben&#8221; ist, dann nach sechs Wochen, acht Wochen später und zuletzt noch einmal nach zwölf Wochen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Die Ergebnisse waren eindeutig. In beiden Versuchen schnitten die Schüler, die &#8220;szenisch gelernt&#8221; hatten, besser ab.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Lilly Nürnberger, die &#8220;Szenisches Lernen&#8221; schon länger praktiziert, war sich, so sagt sie, &#8220;eigentlich sicher&#8221;, dass ihre Methode besser funktioniere als herkömmlicher Unterricht &#8211; nur beweisen konnten sie es bislang nie.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Von zwanzig Lateinvokabeln waren bei allen drei Kontrollgruppen des Szenischen Lernens nach drei Monaten immerhin noch durchschnittlich 16,3 Vokabeln erinnerbar, bei den Vergleichsgruppen traditionellen Lernens waren dagegen im Schnitt nur noch 6,8 Vokabeln im Gedächtnis präsent. Versuchsleiterin Katrin Vogt vom Ulmer Lernforschungsinstitut war doch erstaunt:</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>3. ZUSPIELUNG (Vogt)</strong></p>
<p class="MsoNormal">Also für mich wars in dem Sinn überraschend, dass ich nicht gedacht hätte, dass die Ergebnisse soweit auseinander klaffen, wie sie das tun, (â€¦.) dass da die Ergebnisse soviel schlechter sind als beim  zenischen Lernen, also da war ich schon sehr begeistert. (â€¦.) Aber dass das Szenische Lernen hier überlegen ist, kann man sich schon sehr gut erklären. (â€¦) Wie ? Durch die Multimodalität in der Abspeicherung, d.h. ich speichere nicht nur das Wort in seinem Schriftbild ab, sondern ich speichere auch noch eine Bewegung ab, d.h. das zu lernende Element wird in verschiedenen Teilen des Gehirns abgespeichert und nicht nur in einem, also habe ich auch mehrere Chancen, es wieder abzurufen! Ich hab mehrere Angriffspunkte beim Abrufen des Gelernten.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Wer im Vokabelheft die Liste der Wörter lernt, der lernt die Reihenfolge der Vokabeln mit. Das klappt bei manchen gut, die meisten Schüler verlassen sich dabei aber auf das vordere und hintere Wort, wissen also, wo das Wort auf der Liste steht. Begegnet es ihnen allerdings später in einem fremden Text, fehlt dem Gehirn der Kontext, eine sinnvolle Verknüpfung, zum Erinnern.</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Die Hirnforscherin Kathrin Vogt fügt hinzu, das &#8220;Szenische Lernen&#8221; habe jedoch nicht nur einen Einfluss auf das Abspeichern des Gelernten, sondern es sei der ganzheitliche Ansatz, der die Schüler aktiviere, sie auch emotional anspreche und dadurch ihre Motivation erhöhe.</p>
<p class="MsoNormal">Effektiveres Lernen, Emotion und Spaß am Unterricht: Was die Schüler durchweg zu motivieren scheint, ruft aber auch Skeptiker auf den Plan. Schon bei der Gründung des &#8220;Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernforschung&#8221; gab es Irritationen: Das Nachrichtenmagazin &#8220;Der Spiegel&#8221; publizierte zur Eröffnung im Juli 2004 unter der provozierenden Überschrift: &#8220;Feindliche Übernahme!&#8221; einen Bericht über die Ulmer Neurowissenschaftler, die nun, so wörtlich, &#8220;Rezepte für erfolgreicheren Unterricht&#8221; entwickeln wollten. &#8220;Kann die Schule von der Hirnforschung profitieren?&#8221; fragte damals der Spiegel weiter. Eine Frage, die bis heute unter Erziehungswissenschaftlern und Pädagogen heftig diskutiert wird.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Tatsächlich beschäftigt sich die Hirnforschung auch in Deutschland seit einigen Jahren verstärkt mit dem Lernen. Vorne weg der Ulmer Psychiater Prof. Dr. Manfred Spitzer. Von ihm erschien bereits 2002 das Buch &#8220;Lernen &#8211; von der Schule des Lebens&#8221;: Spannende Erkenntnisse über unser Gehirn, und seine Art zu lernen. Seriöse Hirnforschung &#8211; populärwissenschaftlich verpackt. Mit den bildungspolitischen Schlüssen, die Manfred Spitzer aus seinem Wissen zieht, hat er sich nicht nur Freunde gemacht:</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Denn seiner Meinung nach, ist die Kenntnis neurobiologischer Grundlagen des Lernens unerlässlich, um bei den anstehenden Veränderungen im Bildungssystem keine Fehler zu begehen. Manfred Spitzer es sich deshalb mit einem Team aus Medizinern, Psychologen und Pädagogen zur Aufgabe gemacht, die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung an die Orte und Institutionen zu tragen, an denen gelernt wird. Dass Schule dann effektiv ist, wenn sie den Schülern auch Spaß macht, ist eine davon:</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>4. ZUSPIELUNG (O-Ton Prof. Spitzer)</strong></p>
<p class="MsoNormal">Wir wissen heute, dass nicht zufällig der Spaß mit Lernen was zutun hat, also positive Emotionen: wir haben positive Emotionen zum Lernen, (â€¦) Unser Gehirn muss dauernd auswählen, was soll ich lernen, es stürmen unheimlich viele Impulse auf das Gehirn ein,und das macht es, indem es bewertet. Nun gibt es negative Dinge und die müssen wir auch schnell lernen, (â€¦)wir haben aber auch ein System, und das wissen wir noch gar nicht so lange, das bewertet die Dinge positiv. Und das macht uns richtig glücklich, denn wenn dieses System anspringt, dann macht unser Gehirn ne kleine Endorphin Ausschüttung, und Endorphin, das ist selbst gemachtes Opium und wenn sie das in ihrem Hirn ausschütten, dann macht das Spaß! Und weiterhin führt dieses System dazu, wenn es anspringt, dass besser gelernt wird, weil Nervenzellen aktiver werden. Und jetzt, WANN springt dieses System an? Immer dann, wenn etwas passiert, was besser ist, als erwartet!</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Unser Gehirn belohnt das Lernen also außerordentlich stark &#8211; allerdings nur, wenn der Lernstoff sozusagen &#8220;besser ist als erwartet&#8221; &#8211; wenn er also interessant genug vermittelt wird, wenn positive Gefühle im Spiel sind, wenn die Lernumgebung stimmt.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Von solchen optimalen Lernbedingungen können deutsche Schüler meist nur träumen. Überfrachtete Lehrpläne, überarbeitete Lehrer, Angst vor Blamage und vor schlechten Noten &#8211; wie wirken sich solche negativen Gefühle auf die Gehirne unserer Kinder aus?</p>
<p class="MsoNormal">Prof. Manfred Spitzer:</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>5. ZUSPIELUNG (Prof. Spitzer)</strong></p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Nun zunächst mal kann man unter guten und schlechten Emotionen besser lernen als OHNE Emotionen. (â€¦) wichtig ist aber das (â€¦) Emotionen wie Angst, Stress, Furcht aus mehreren Gründen ungünstig sind. (â€¦) Stress führt zu neuronalem Zelltod und zwar genau da, wo man die Nervenzellen am meisten braucht, nämlich im Hippokampus . Der Hippokampus ist wiederum die Struktur, mit der wir lernen. (â€¦) Wenn sie einen neutralen Inhalt unter der Emotion der Angst lernen, dann wird gleichsam die Angst mitgelernt und das ist insofern ganz ungünstig, als wenn dann unter Vermittlung unseres Angstsystems gelernt wird, die Angst eben wieder mit abgerufen wird, wenn diese Inhalte abgerufen werden. Und wir wissen wir schon lange, dass Angst und Kreativität sich ausschließen. (..) Daraus folgt, dass, wenn ich unter Angst lerne, dann hab ich heute schon dafür gesorgt, (â€¦) dass das, womit ich lerne, nicht mehr fürs kreative Problemlösen eingesetzt werden kann. Aber genau darum gehtâ€™s ja, wir wissen ja alle, dass wir heute die Fakten, die wir heute lernen, die sind in 20 Jahren veraltet und alle sagen, wir müssen heute dafür sorgen, dass die Jugendlichen Kompetenzen erwerben, mit denen sie in 20 Jahren die Probleme lösen. (â€¦) wir müssen dafür sorgen, dass sie mit SPASS lernen, damit sie, wenn sies abrufen nicht ängstlich sind und dann überhaupt nicht mehr kreativ sein können.&#8221;.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal">Denn Informationen, die unser Gehirn in einer angespannten oder bedrohlichen Atmosphäre aufnimmt, werden vom sogenannten &#8220;Mandelkern&#8221; aufgenommen, einer Hirnregion, die keine Lernprozesse anregt, sondern Fluchtreflexe aktiviert.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Produktives Lernen kann damit schon aus neurobiologischer Sicht nicht stattfinden. Enorme Fortschritte in den kognitiven Neurowissenschaften machen es heute möglich, Aktivitäten in einzelnen Hirnregionen zu messen und festzustellen, unter welchen Bedingungen Informationen aufgenommen und gespeichert werden.</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Moderne Technologien auf dem Gebiet der Bildgebenden Verfahren &#8211; wie die funktionelle Magnetresonanztomografie oder die Elektroenzephalographie (EEG) &#8211; liefern via Monitor farbige, höchst differenzierte Bilder dazu. Die Magnetresonanztomographie gehört zu den wichtigsten Fortschritten auf dem Gebiet der Hirnforschung im vergangenen Jahrzehnt und ermöglicht es, aktive Areale des Gehirns sichtbar zu machen.</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Beim Menschen konnte man beispielsweise zeigen, dass das Lernen von Vokabeln von der Entstehung von &#8220;Repräsentationen&#8221;, also sozusagen Gedächtnisspuren, im Hippokampus abhängt. Es ist tatsächlich möglich, durch die Ableitung von einzelnen Neuronen vorherzusagen, ob einzelne Vokabeln behalten wurden oder nicht.</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Sicher ist: Wer aufmerksam lernt, stärkt die neuronalen Vernetzungen, denn Lernen ist neurobiologisch gesehen eine Stärkung der Nervenfasern im Gehirn. Millionen von Impulse laufen durch diese Nervenbahnen hindurch, geben ihre Informationen über Synapsen weiter, verändern sich, wachsen.</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Um das Lernen aus seiner Sicht erfolgreicher zu machen, hat Manfred Spitzer im Transferzentrum für Lernforschung alle an Bildung beteiligten Disziplinen an Bord geholt. Er scheut sich nicht, sich in die bildungspolitische Debatte einzumischen, selbstbewusst will er Mitverantwortung übernehmen und bezieht gerne eine provokante, eindeutige Position:</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>6. ZUSPIELUNG (Spitzer)</strong></p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Die Pädagogik ist, glaube ich, auf dem Stand, wie die Medizin sagen wir mal so 1830 &#8211; da gab es auch gute Ärzte und die haben immer schon gewusst, dass wenn z.B. jemand Kopfschmerzen hat, dann kann man aus Weidenrinde einen Sud brauen und den kann man trinken und wenn man Glück hat, gehen die Kopfschmerzen weg,(â€¦) und die heutige Medizin hat die Mechanismen aufgeklärt und deswegen dosieren wir richtig, und wissen auch genau warum und wieso, wir sind weg von &#8220;Der Doktor hat irgendwas Gutes gesagt! (â€¦) aber genau auf diesem Stand ist die Pädagogik. Es wird nun höchste Zeit, das wir Erziehung, Wissenschaft, dass wir Lernen auf eine naturwissenschaftliche Grundlage stellen und das kann man, das ist die Gehirnforschung. Und wenn wir das tun, dann hört das auf mit den Moden in der Pädagogik, denn wir haben in der Pädagogik keinen Fortschritt, sondern einen Wechsel von Moden (â€¦.) Und ich glaube fest daran, dass langfristig aus Pädagogik angewandte Gehirnforschung wird!&#8221;</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Genau dagegen wehren sich viele Pädagogen und Erziehungswissenschaftler vehement. Der Pädagoge Dr. Eberhard Reich verweist in seinem 2005 erschienen Buch &#8220;Denken und Lernen -Hirnforschung und pädagogische Praxis&#8221; darauf, dass Hirnforschung und Neurobiologie oft kritiklos als neue Leitwissenschaften angesehen würden. Reich, Konrektor der Christopherus-Schule in Freudenstadt, bestätigt zwar, dass die Hirnforschung bei Pädagogen auf großes Interesse stoße, sie sei aber keine &#8220;Überdisziplin&#8221;, die die Pädagogik oder Psychologie ersetzen könne.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Michael Fritz ist Geschäftsführer des Ulmer Lernforschungszentrums. Er hat in vielen Gesprächen mit Lehrern und Erziehungswissenschaftlern Angst und Skepsis gespürt. Die Befürchtung, dass die Neurowissenschaft jetzt pauschal alles in Frage stellt, und eine Art Neurodidaktik etablieren möchte. Und Skepsis, ob eine Umsetzung der neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung im Unterricht überhaupt möglich sein wird. Michael Fritz möchte diesbezüglich beruhigen und damit auch allzu große Erwartungen an die moderne Hirnforschung dämpfen. Er war selbst lange Jahre Hauptschullehrer und legt deshalb vor allem Wert auf Zusammenarbeit. Sein Ziel: Möglichst viele Lehrer über Fortbildung zu erreichen, um Missverständnisse zu vermeiden:</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>7. ZUSPIELUNG (FRITZ)</strong></p>
<p class="MsoNormal">(â€¦) Es gibt nicht die Neurodidaktik, die 1:1 aus dem Magnetresonanztomografen ins Klassenzimmer kommt. (â€¦) Das andere ist, (..) die übertriebene Hoffnung, das jetzt aus den Erkenntnissen der Neurowissenschaft einfache Rezepte abgeleitet werden können, um Unterricht besser, schneller, effektiver zu machen, auch das wird nie möglich sein. Es wird nur möglich sein, dass die Neurowissenschaft Erkenntnisse, Hintergrundinformationen zusammenfügt, erarbeitet, die dann an Psychologen weitergegeben werden, die damit die pädagogische Forschung inspirieren, die dann Praxisforschung macht. Die Zusammenarbeit verschiedener Forschungsrichtungen, um gemeinsam Forschung für Bildung zu machen, dass ist, da bin ich fest überzeugt, der Weg der in der Zukunft.</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Robert Grimbs ist Ende 40 und seit fast 15 Jahren Kunst-Lehrer am Kirchheimer Gymnasium. Er war es, der den Anstoß gab, neue Lernmethoden, wie das Szenische Lernen, an seiner Schule auszuprobieren. Dank seiner Beschäftigung mit darstellender Kunst, Schultheater und Medienpädagogik hatte er keine Berührungsängste. Seine Überzeugung: Unterricht muss anders gestaltet werden, um Schüler heute noch zu erreichen.</p>
<p class="MsoNormal"><strong><br />
</strong>
</p>
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Deshalb brachte Robert Grimbs das &#8220;Szenische Lernen&#8221; an seine Schule. Er entwickelte mit Lehrerkollegen für deren Fächer auch andere sogenannte &#8220;schüler-aktivierende&#8221; Lernmethoden weiter</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Und diesen Methoden gemeinsam ist: Die Schüler erarbeiten sich ihr Thema selbständig in kleinen Gruppen und präsentieren dann ihre Ergebnisse. Der Lehrer vermittelt, ist mehr Moderator als Dozent.</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>8. ZUSPIELUNG (Grimbs)</strong></p>
<p class="MsoNormal">Also ich finde es gut, wenn die Hirnforschung die Pädagogik erreicht und auch einen gewissen Einfluss hat. Man kann das dann auch Druck nennen, aber zunächst mal finde ich es wichtig, dass wir als Pädagogen eingehen auf die Ergebnisse, die die Hirnforscher erkennen. Meiner Meinung nach ist das so, dass das in der Schule noch viel zu wenig passiert, und dass ein Problem, das wir in vielen Bereichen der Schule haben, das ist, dass wir unsere Methodiken, unsere Didaktiken, unsere Verfahrensweisen niemals überprüfen! Es wird kaum überprüft, welche Vorteile eine bestimmte Methode hat, in Bezug auf eine andere, und das, was wir versuchen mit der Zusammenarbeit ZNL szenisches Lernen, ist der Versuch, eine Methode zu objektivieren. Ich halte das für außerordentlich wichtig und sehe den Druck, der von der Gehirnforschung kommt überhaupt nicht negativ, sondern im Gegenteil, ich halte ihn für außerordentlich fruchtbar für die Entwicklung der (â€¦) Pädagogik, der Schulentwicklung überhaupt, denn worauf sollen wir uns stützen, wenn nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse!!!!</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Differenzierte Kenntnisse über das, was in den Gehirnen der Schüler abläuft und welche Methoden die Hirnstrukturen beim Lernen unterstützen, solle jeder Lehrer haben. Davon sind &#8220;Lernforscher&#8221; wie Michael Fritz vom Transferzentrum für Neurowissenschaften in Ulm überzeugt:</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>9. ZUSPIELUNG (Fritz)</strong></p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Die neue Rolle des Lehrers ist weg vom Belehrer hin zum Lernbegleiter und Betreuer. (â€¦) Menschen lernen für sich. Lernen ist ein aktiver Prozess und als Lehrer kann ich nur diesen individuellen aktiven Prozess begleiten, unterstützen, anregen, mitsteuern, aber ich kann ihn den Schülern nie abnehmen, indem ich rein belehre. Der Arbeitsplatz des Lehrers ist das Gehirn des Schülers. Dort muss sich etwas verändern, dann hat Lernen stattgefunden. Wenn der Arbeitsplatz des Lehrers nur die Tafel ist, an der er schwitzt, und der Schüler gelangweilt daneben sitzt, dann passiert nichts!&#8221;</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Und das ist für beide Seiten &#8211; Lehrer und Schüler &#8211; eine unbefriedigende Situation. Vor allem, wenn man weiß, dass die Persönlichkeit der Lehrer aus Sicht der Hirnforschung mit Abstand der wichtigste Faktor für gelungenes Lernen in der Schule ist. Denn ein positives Lernklima ist abhängig von der Art und Weise, wie Lehrer oder Lehrerin ihren Schülern etwas vermitteln.</p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Deshalb schlägt Professor Manfred Spitzer vor, dass Lehrer dort ausgebildet werden, wo Schüler sind, damit sie von Anfang an wissen, was Unterrichten bedeutet und früh genug herausfinden können, ob sie wirklich dafür geeignet sind. Schulen, so Spitzer, bräuchten Menschen, die begeistert sind von ihrer Sache und diese Begeisterung auch vermitteln könnten. Aber &#8211; dessen sind sich die Hirnforscher bewusst &#8211; eine Umsetzung all ihrer Forderungen benötigt als erstes andere Rahmenbedingungen. Mehr Geld für Bildung, mehr Lehrer, kleinere Klassen, Ganztagskonzepte, um eine andere Form des Unterrichts überhaupt möglich zu machen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Weniger Faktenwissen &#8211; dafür aber eine intensivere, vielseitigere Vermittlung, das wäre für den Leiter des Ulmer Transferzentrums, selbst Vater von vier Kindern, schon ein echter Fortschritt.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>10. ZUSPIELUNG (Spitzer)</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">&#8220;Wenn den Lehrern klar ist, das es um Emotionen geht, dass unser Gehirn eben Szenen lernt und nicht Fakten, dass unser Gehirn durch Geschichten angesprochen wird und nicht durch Einzelheiten, dann ist schon viel gewonnen.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal"><strong>11. ATMO Klassenzimmer französischâ€¦â€¦drüber</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHERIN</strong></p>
<p class="MsoNormal">Im Gymnasium Kirchheim sind schon viele Lehrer dabei, umzusetzen, was die Hirnforscher raten. Selbst französische Grammatik kann dann Ihren Schrecken verlieren. Das &#8220;PassÃ©e composÃ©e&#8221;, die zusammengesetzte Vergangenheit, haben diese vier Zehntklässlerinnen nicht nur mal kurz für die Prüfung gepaukt. Nein, sie haben die Grammatik kreativ in ein rhythmisches Gesangsstück, einen Rap, umgesetzt. Das Thema war selbst gewählt: Es geht um Schmuck. Und so rappen die vier nun darüber, wie sie ein Schmuckstück geliebt, gesucht, verloren und wieder gefunden haben.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>12. ZUSPIELUNG:</strong></p>
<p class="MsoNormal">Le bijoux</p>
<p class="MsoNormal">Le bijoux, que j´ai aimÃ©e!</p>
<p class="MsoNormal">Le bijoux, que j´ai cherchÃ©e</p>
<p class="MsoNormal">Le bijoux, que j´aÃ­ perdue</p>
<p class="MsoNormal">Le bijoux, que j´aÃ­ trovÃ©eâ€¦..</p>
<p class="MsoNormal">BIJOUX, BIJOUX, BIJOUXâ€¦â€¦â€¦..</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>SPRECHER</strong></p>
<p class="MsoNormal">Persönliche Betroffenheit, Musik, Rhythmus &#8211; auf diese Weise steigt die Wahrscheinlichkeit ums Vielfache, dass die Mädchen das französische PassÃ©e ComposÃ©e so bald nicht mehr vergessen werden.</p>
<p class="MsoNormal">
<p></mce></p></blockquote>
<p class="MsoNormal">Bezugsquelle:</p>
<div class="spalte60l"><a href="http://www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/medien/biologie/lernen/" target="new" class="liexternal">http://www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/medien/biologie/lernen/</a></div>
                                        <p><a href="http://www.online-seilgarten.de/blog/"><br />
<img border="0" src="http://www.online-seilgarten.de/images/logo-klein60x35.jpg" width="60" height="35" alt="onLINE Seilgarten Schaumburg" title="Begeistern statt büffeln: Was Hirnforscher Pädagogen raten" /></a>&copy; Copyright <a href="http://www.online-seilgarten.de">www.online-seilgarten.de</a> | Mobiler Niedrigseilgarten | ErlebnispÃ¤dagogik | Outdoor-Teamtrainings im Landkreis Schaumburg, Hannover, Minden</p><br />
<p>Quelle dieser Mitteilung: <a href="http://www.online-seilgarten.de">www.online-seilgarten.de</a></p>                                                                              ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.online-seilgarten.de/blog/begeistern-statt-buffeln-was-hirnforscher-padagogen-raten-363.html/feed</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer macht die Schule klug?</title>
		<link>http://www.online-seilgarten.de/blog/wer-macht-die-schule-klug-358.html</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 15:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Dudda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokus und News]]></category>
		<category><![CDATA[Zur Hirnforschung: Lernen und Erlebnispädagogik]]></category>
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		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[Zur Hirnforschung im Zusammenhang mit Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Hirnforschung, sagt der Neurowissenschaftler Manfred Spitzer. Die Lernforscherin Elsbeth Stern widerspricht: Deutschlands Lehrer brauchen besseres Handwerkszeug für den Unterricht

Frau Professor Stern, die Hirnforschung ist in die Bildungsdiskussion eingewandert, der Neurowissenschaftler Spitzer füllt mit seinen Vorträgen über den Zusammenhang von Gehirn und Lernen die Säle. Ärgert Sie das als Bildungsforscherin?
Elsbeth Stern: Mich ärgert nicht, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Hirnforschung, sagt der Neurowissenschaftler Manfred Spitzer. Die Lernforscherin Elsbeth Stern widerspricht: Deutschlands Lehrer brauchen besseres Handwerkszeug für den Unterricht</strong><br />
<span id="more-358"></span></p>
<blockquote><p><strong>Frau Professor Stern, die Hirnforschung ist in die Bildungsdiskussion eingewandert, der Neurowissenschaftler Spitzer füllt mit seinen Vorträgen über den Zusammenhang von Gehirn und Lernen die Säle. Ärgert Sie das als Bildungsforscherin?</strong></p>
<p><strong>Elsbeth Stern:</strong> Mich ärgert nicht, wenn sich Menschen weiterbilden wollen. Nur müssen die Schwerpunkte der Diskussion stimmen. Und da sehe ich ein Problem. Lehrer sollen gern lernen, wie verschiedene Teile des Gehirns am Lernen beteiligt sind. Aber Lehrer benötigen vor allem Wissen, das ihnen hilft, endlich besseren Unterricht zu machen.</p>
<p><strong>Herr Professor Spitzer, Ihr Ruhm gründet sich gegenwärtig auf populärwissenschaftliche Bücher und Veranstaltungen. Ist Ihnen das als seriöser Wissenschaftler unangenehm?</strong></p>
<p><strong>Manfred Spitzer:</strong> Ein Popstar zu sein wäre mir unangenehm. Damit tut man der Sache nichts Gutes. Aber dass mir von manchen Zeitgenossen vorgeworfen wird, ich würde verständlich reden, finde ich erstaunlich. Als müsse ein deutscher Professor gefälligst unverständlich sein.</p>
<p><strong>Was kann uns denn die Hirnforschung über das Lernen lehren?</strong></p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Zum Beispiel, dass Menschen in verschiedenen Lebensphasen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit lernen.</p>
<p><strong>Was heißt das?</strong></p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Lernen bedeutet aus neurobiologischer Sicht, dass die Verbindungen zwischen Gehirnzellen stärker werden. Bei Kindern bewirken Lernimpulse schnell eine stärkere Verbindung, bei Erwachsenen dauert das länger. Am Anfang des Lebens kann deshalb sehr viel Neues gelernt werden. Das müssen wir nutzen, denn diese Fähigkeit nimmt Jahr für Jahr ab. Sie wird dadurch kompensiert, dass Strukturen entstehen, an die immer besser angeknüpft werden kann.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Das ist viel zu allgemein! Man kann nicht für jedes Thema sagen, dass man es schneller lernt, je jünger man ist. Und beim schulischen Lernen kommt es darauf an, dass man Dinge <em>versteht.</em> Das kommt in Deutschland zu kurz.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> â€¦da bin ich ganz mit Ihnen einig.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Da sind sich alle einig. Aber was hilft Lehrern Ihre Hirnforschung, wenn sie Kindern zum Beispiel einen Kraftbegriff vermitteln wollen, der mit dem in der wissenschaftlichen Physik vertretenen Kraftbegriff übereinstimmt. Da muss ich wissen, welche intuitiven Vorstellungen Kinder über Physik haben, wo sie mit ihren Erklärungen an Grenzen stoßen &#8211; und ihnen neue Wege aufzeigen.</p>
<p><strong>Wie zum Beispiel?</strong></p>
<p><strong>Stern:</strong> Wenn Sie sechsjährigen Kindern einen Haufen Reis zeigen und fragen, ob dieser Haufen Reis etwas wiegt, dann sagen sie ja. Wenn man ein Reiskorn herausnimmt und fragt, ob dieses Reiskorn etwas wiegt, dann sagen sie nein. Das ist ein fundamentales Misskonzept. Jetzt hatte eine Lernforscherin die gute Idee zu fragen: &#8220;Und wenn ich der Ameise dieses Reiskorn auf den Rücken lege, wiegt es dann was?&#8221; &#8211; &#8220;Ja, das wiegt was.&#8221; Daran sieht man, dass Kinder einen intuitiven Gewichtsbegriff haben, der gar nicht so dumm ist, der sie in die Lage versetzt, in der Umwelt gut zu agieren. Lehrer sind nur dann erfolgreich, wenn sie an das anknüpfen, was Schüler im Kopf haben.</p>
<p><strong>Frau Stern, hat Ihnen die Hirnforschung irgendetwas Neues beigebracht, was Ihnen als Lernforscherin weiterhilft?</strong></p>
<p><strong>Stern:</strong> Bis jetzt jedenfalls noch keine Ergebnisse, die uns zwingen, Erkenntnisse der Unterrichtsforschung anders zu sehen.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Der Lernforscher sollte sich zur Hirnforschung verhalten wie ein Autokonstrukteur zur Physik. Man kann nur ein gutes Auto konstruieren, wenn man die Prinzipien der Physik zur Kenntnis genommen hast. Wir wissen heute um die Prinzipien vom Lernen, und deswegen können wir sagen, was besser gelingt und was schlechter. Wenn man sagt, die Physik sei irrelevant, liegt man mit Sicherheit falsch.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Die Hirnforschung ist nicht die Grundlagenwissenschaft des Lernens. Sie hat bisher gezeigt, dass Lernen im Gehirn stattfindet.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Es gibt Mechanismen des Lernens, die man im Einzelnen kennt. Das ist das Thema der Hirnforschung. Die Schule hat kein Monopol fürs Lernen. Wir lernen immer. Das Gehirn kann gar nicht anders, darum geht es mir.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Da muss man unterscheiden zwischen Lernen durch gezielte Unterweisung und beiläufigem Lernen. Mir geht es ums Ersteres.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Das Lernen durch Instruktion ist aber bloß das kleine Sahnehäubchen auf der Torte. Gelernt wird trotzdem, auch in einem schlechten Unterricht über das Bruttosozialprodukt von Nigeria, das wieder vergessen wird. Und als Hirnforscher kann ich prima verstehen, wann viel gelernt wird und wann wenig. Wir wissen wunderbar, was verschiedene Emotionen fürs Lernen bedeuten. Wenn die nicht stimmen, kann der Fachdidaktiker vorne Hokuspokus machen, die Kinder schnallen trotzdem überhaupt nichts.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Jetzt sagen Sie doch mal, wie Sie aus der Hirnforschung ableiten würden, wie man beispielsweise Mathematik besser lehren kann.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Sie fragen den Physiker, ob er sechs oder acht Zahnräder im dritten Gang beim Getriebe hinten links verwenden soll. Da hat der Physiker keine Antwort. Trotzdem hat der Physiker eine prima Antwort darauf, wie der Motor funktioniert.</p>
<p><strong>Stern:</strong> An welchen Inhalten arbeiten Sie denn?</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Ich arbeite nicht an Inhalten. Aber ich arbeite etwa an der Festigung von Gedächtnisprozessen nach dem Lernen. Zum Beispiel möchte ich jetzt untersuchen, was für das Behalten des Gelernten wichtig ist. Dazu brauche ich eine Studie, in der ich Kindern irgendwas beibringe und dann gucke, was sie hinterher tun.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Da muss man unterscheiden zwischen Lernen durch gezielte Unterweisung und beiläufigem Lernen. Mir geht es ums Ersteres.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Das Lernen durch Instruktion ist aber bloß das kleine Sahnehäubchen auf der Torte. Gelernt wird trotzdem, auch in einem schlechten Unterricht über das Bruttosozialprodukt von Nigeria, das wieder vergessen wird. Und als Hirnforscher kann ich prima verstehen, wann viel gelernt wird und wann wenig. Wir wissen wunderbar, was verschiedene Emotionen fürs Lernen bedeuten. Wenn die nicht stimmen, kann der Fachdidaktiker vorne Hokuspokus machen, die Kinder schnallen trotzdem überhaupt nichts.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Jetzt sagen Sie doch mal, wie Sie aus der Hirnforschung ableiten würden, wie man beispielsweise Mathematik besser lehren kann.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Sie fragen den Physiker, ob er sechs oder acht Zahnräder im dritten Gang beim Getriebe hinten links verwenden soll. Da hat der Physiker keine Antwort. Trotzdem hat der Physiker eine prima Antwort darauf, wie der Motor funktioniert.</p>
<p><strong>Stern:</strong> An welchen Inhalten arbeiten Sie denn?</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Ich arbeite nicht an Inhalten. Aber ich arbeite etwa an der Festigung von Gedächtnisprozessen nach dem Lernen. Zum Beispiel möchte ich jetzt untersuchen, was für das Behalten des Gelernten wichtig ist. Dazu brauche ich eine Studie, in der ich Kindern irgendwas beibringe und dann gucke, was sie hinterher tun.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Nur brauchen Sie für dieses Wissen keine Hirnforschung.</p>
<p><strong>Bei Ihnen, Frau Stern, spielt das Wissen eine große Rolle, während für Herrn Spitzer die Freude am Lernen, die Gefühle wichtig sind. Warum schätzen Sie die Gefühle so gering?</strong></p>
<p><strong>Stern:</strong> Ich schätze sie nicht gering, sondern halte es nur für sinnlos, die Motivation von der Kompetenz zu trennen. Zu den größten Freuden der Menschen zählt das Erleben, etwas zu können, dann kommt die Motivation von selbst.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Aber das sage ich doch auchâ€¦</p>
<p><strong>Stern:</strong> â€¦bloß auf so allgemeinem Niveau, dass die Lehrer das nicht umsetzen können.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Ich könnte zurückfragen, warum die Pädagogen nicht schon seit 50 Jahren tun, was Sie vorschlagen.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Man hat in Deutschland Jahrzehnte in Schulform-Debatten verschwendet, während in anderen Ländern das Lehren und Lernen von Inhalten im Mittelpunkt stand.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Es läuft doch noch mehr falsch. Es gibt Lehrer, die sagen ihren Schülern: Ihr seid der Rotz an meinem Ärmel. Das darf ein Lehrer nicht sagen. Lehrer machen die simpelsten Sachen falsch.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Dann müssten sie doch gerade an der Didaktik und an den Inhalten arbeiten und nicht an der Hirnforschung. Unser Problem ist, dass in Deutschland vielerorts noch Unterricht wie vor 50 Jahren gemacht wird.</p>
<p><strong>Herr Spitzer, was hilft es denn einem Lehrer, wenn er über den so genannten Mandelkern im Gehirn Bescheid weiß?</strong></p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Ein Satz wie &#8220;Ihr seid der Rotz an meinem Ärmel&#8221; kann mit neurobiologischem Wissen nicht mehr vorkommen. Wenn ich weiß, dass die Aktivierung des Mandelkerns dafür sorgt, dass der Schüler nicht mehr kreativ ist, sondern ängstlich und nur noch auswendig lernt, dann unterrichte ich anders. Wir Hirnforscher weisen nach, dass in einer angstvollen Umgebung der Mandelkern für die Repräsentation des Wissens zumindest mitverantwortlich ist. Deshalb muss die Unterrichtsatmosphäre positiv sein, sonst landet der Kram im Mandelkern, und die Kreativität ist dahin.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Das weiß die Psychologie seit den dreißiger Jahren.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Nein, das weiß man erst durch die Forschung am Mandelkern.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Es gibt viele Lehrer, die wissen, dass man eine angenehme Atmosphäre braucht, die es aber trotzdem nicht schaffen, dies umzusetzen. Ihnen fehlt das Handwerkszeug, das man nicht im Studium lernt. In anderen Ländern reden Lehrer nachmittags über den Unterricht. Nicht darüber, warum die Welt so schlecht ist.</p>
<p><strong>Aber ein Kind lernt doch auch dadurch besser, dass es Theater spielt oder musiziert.</strong></p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Das kann ich als Vater bestätigen.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Man müsste nachweisen, dass das wirklich so ist. Dem Selbstbewusstsein hilft es sicher, etwas zu können. Aber man kann nicht erwarten, dass man Mathematik plötzlich kann, nur weil man Theater spielt. Es gibt natürlich Lernverhalten, das man breit einsetzen kann, zum Beispiel das Lesen von Texten. Aber das Problem liegt darin, dass unsere Schüler jeden Tag in die Schule gehen und nicht wissen, warum.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Genau. Dieses Problem löse ich aber nicht mit Fachdidaktik. Dieses Problem löst man, indem man Randbedingungen ändert. Indem man sich klarmacht, was Schule sein soll. Wir wollen doch nicht Kleinkram vermitteln, sondern aus ungebildeten Menschen solche machen, die ein großes Repertoire an Wissen haben, aber eben auch an Kompetenzen, an Einstellungen. Sie, Frau Stern, bringen Lehrern bloß Taschenspielertricks bei.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Nein. Ich sage, es geht darum, Prinzipien zu verstehen. Nicht um das Anhäufen von Fakten.</p>
<p><strong>Herr Spitzer, Sie erwecken zwar den Eindruck, als Grundlagenforscher tätig zu sein, aber bei Ihrem Publikum nähren Sie die Hoffnung auf anwendbare Tipps. Was denn nun?</strong></p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Ich bin Arzt. Wenn einer mit Kopfweh zu mir kommt, dann sage ich nicht, dass ich noch zehn Jahre forschen muss, sondern bemühe mich zu handeln. Und oftmals besteht ärztliches Handeln aus Nicht- oder Halbwissen. Nun habe ich fünf Kinder in der Schule, und ich sehe, was da so alles danebengeht. Jetzt und nicht übermorgen. Also versuche ich, zur Veränderung beizutragen. Ich bin nun mal jemand, der nicht gern im Elfenbeinturm sitzt. Ich möchte, dass jeder weiß, was die Wissenschaft weiß. Auch wenn Einsicht nicht automatisch in Verhalten umschlägt. Aber Einsicht ist kein schlechter Start.</p>
<p><strong>Sie sagen, Frau Stern, Sie können mit der Hirnforschung Ã  la Spitzer nichts anfangen. Aber wie er betonen Sie die Bedeutung der Frühförderung. Eine Gemeinsamkeit?</strong></p>
<p><strong>Stern:</strong> Keine Frage. Nur geht die Arbeit da erst los. Ich bin für Frühförderung. Aber es wäre völlig unangemessen, Kinder mit zwei Jahren in eine Schule zu schicken. Die Eltern sollten mit ihnen Silben klatschen und Reime üben. Dies fördert die phonologische Bewusstheit und erleichtert damit das spätere Lesenlernen. Ich bin für Frühförderung, weil die Schule die Aufgabe hat, die Kulturgüter zu vermitteln, die erst 35000 Jahre nachdem das menschliche Gehirn sich entwickelt hat, entstanden sind. Viele Bereiche der Mathematik oder auch Newtons Gesetze der Mechanik sind erst seit wenigen hundert Jahren bekannt. Und die Herausforderung der Schule ist es, dass Kinder in wenigen Jahren verstehen müssen, was geniale Wissenschaftler über Jahrhunderte entwickelt haben. Da darf man keine Zeit verplempern.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Das sehe ich genauso. Aber die Schule hat kein Monopol aufs Lernen. Kultur ist nicht all das, wofür unser Gehirn nicht designed ist. Ich halte es für falsch, zu sagen, dass wir in der Schule all das tun, wofür das Gehirn natürlicherweise nicht zuständig ist. Dann arbeiten Sie ja von Ihrer Grundeinstellung her immer gegen das Gehirn &#8211; deswegen sind Sie so gegen die Hirnforschung. Wenn Sie wirklich in der Schule immer gegen das dummerweise evolutionär entstandene Gehirn anrennen müssen, dann, Entschuldigung, machen Sie etwas grundlegend verkehrt.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Natürlich kann man nicht gegen das Gehirn lernen. Aber die Voraussetzungen, die wir mitbringen, müssen durch bestimmte Lernaufgaben erst in der Schule weiterentwickelt werden.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Weiterentwickeln, einverstanden.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Aber wir müssen auch zum Teil umstruktieren. Menschen, die keine Physik gelernt haben, antworten auf die Frage &#8220;Warum setzt ein geworfener Ball seine Bewegung nicht geradlinig fort, sondern fällt auf den Boden?&#8221;: &#8220;Er hat die Energie, die man ihm gegeben hat, verbraucht.&#8221; Mit solchen Alltagserklärungen darf man sich im Physikunterricht nicht zufrieden geben.</p>
<p><strong>Sie sind beide Bildungsoptimisten. Welches sind für Sie die nächsten Schritte zur Verbesserung der Schule?</strong></p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Mehr Freiheit und Verantwortung für die Einzelschule und für die Lehrer. Nicht nur vormittags unterrichten, sondern gute Bildung klug über den Tag ausdehnen. Und man muss den Lehrern die Angst nehmen, die mit neuen Freiheiten einhergeht. Wir brauchen Lehrer, die sich selbstbewusst als Spezialisten fürs Lernen empfinden und ihre Methodik beherrschen.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Damit Lehrer mit der neuen Freiheit umgehen können, müssen wir institutionelle Bedingungen schaffen, dass Lehrer sich besser austauschen können. Dass sie mit Lehr-Lern-Forschern und mit Fachdidaktikern zusammenarbeiten. Da müssten wir alle freien Ressourcen investieren.</p>
<p><strong>Spitzer:</strong> Und Lehrer brauchen ein Büro in der Schule, wo sie ansprechbar sind, in das sie sich aber auch zurückziehen können.</p>
<p><strong>Stern:</strong> Das weiß man auch ohne Hirnforschung.</p></blockquote>
<p><em></em></p>
<p><em>Das Gespräch moderierten  Thomas Kerstan und  Elisabeth von Thadden</em></p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.zeit.de/2004/28/C-Spitzer_2fStern2?page=1" class="liexternal">Die Zeit online,  1.7.2004</a><br />
</em></p>
                                        <p><a href="http://www.online-seilgarten.de/blog/"><br />
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		</item>
		<item>
		<title>Spuren im Gehirn &#8211; Ergebnisse der Hirnforschung</title>
		<link>http://www.online-seilgarten.de/blog/spuren-im-gehirn-117.html</link>
		<comments>http://www.online-seilgarten.de/blog/spuren-im-gehirn-117.html#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Dec 2008 19:43:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Dudda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Seilgärten und Erlebnispädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Zur Hirnforschung: Lernen und Erlebnispädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Erlebnispädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Neurowissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zur Hirnforschung im Zusammenhang mit Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum Neurowissenschaften die besten Begründungen für die Erlebnispädagogik liefern
Aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung zeigen, dass Menschen vor allem dann lernen, wenn sie nicht nur kognitiv, sondern auch emotional gefordert sind. In der überarbeiteten Auflage des Buches &#8220;Erleben und Lernen. Einführung in die Erlebnispädagogik&#8221; (Bernd Heckmair / Werner Michl) werden neurowissenschaftliche Erkenntnisse aufgezeigt und diese geben wahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Warum Neurowissenschaften die besten Begründungen für die Erlebnispädagogik liefern</em></strong></p>
<p>Aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung zeigen, dass Menschen vor allem dann lernen, wenn sie nicht nur kognitiv, sondern auch emotional gefordert sind. In der überarbeiteten Auflage des Buches &#8220;<em>Erleben und Lernen. Einführung in die Erlebnispädagogik</em>&#8221; (Bernd Heckmair / Werner Michl) werden neurowissenschaftliche Erkenntnisse aufgezeigt und diese geben wahre Steilvorgaben für die Erlebnispädagogik.</p>
<p><a href="http://www.bernd-heckmair.de/Download/Spuren%20im%20Gehirn.pdf" target="_blank" class="lipdf">Download des neuen Kapitels zur Hirnforschung</a></p>
                                        <p><a href="http://www.online-seilgarten.de/blog/"><br />
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		<title>Das Gehirn lernt immer &#8211; Hirnforschung und Schule</title>
		<link>http://www.online-seilgarten.de/blog/das-gehirn-lernt-immer-hirnforschung-und-schule-119.html</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Dec 2008 19:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Dudda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Seilgärten und Erlebnispädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Zur Hirnforschung: Lernen und Erlebnispädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Erlebnispädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Neurowissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Zur Hirnforschung im Zusammenhang mit Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.online-seilgarten.de/blog/?p=119</guid>
		<description><![CDATA[Ausgehend von den Erkenntnissen der Hirnforschung hat das Transferzentrum für  Neurowissenschaften und Lernen an der Universität Ulm einen einen Film produziert.  Dort zeigt uns der bekannte Hirnforscher Prof. Manfred Spitzer die Funktionsweise des Gehirn anschaulich auf und wir erfahren etwas über Gedächtnisspuren, wie wichtig aktive Erfahrungen sind und welche Rolle die Aufmerksamkeit, Emotionen und Bewegung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgehend von den Erkenntnissen der Hirnforschung hat das Transferzentrum für  Neurowissenschaften und Lernen an der Universität Ulm einen einen Film produziert.  Dort zeigt uns der bekannte Hirnforscher Prof. Manfred Spitzer die Funktionsweise des Gehirn anschaulich auf und wir erfahren etwas über Gedächtnisspuren, wie wichtig aktive Erfahrungen sind und welche Rolle die Aufmerksamkeit, Emotionen und Bewegung spielen. &#8220;<em>Neurowissenschaftliche Erkenntnisse müssen in die Schule hineingetragen werden</em>&#8221; lautet die Botschaft des Films.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.schule-bw.de/unterricht/paedagogik/didaktik/Gehirn/" target="_blank" class="liexternal">Auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg  kann man sich kleine Filmausschnitte ansehen </a></li>
</ul>
<ul>
<li> <span id="menubox6"> </span><a href="http://www.znl-ulm.de/" target="_blank" class="liexternal">Transferzentrum für   Neurowissenschaften und Lernen (ZNL)</a></li>
</ul>
                                        <p><a href="http://www.online-seilgarten.de/blog/"><br />
<img border="0" src="http://www.online-seilgarten.de/images/logo-klein60x35.jpg" width="60" height="35" alt="onLINE Seilgarten Schaumburg" title="Das Gehirn lernt immer   Hirnforschung und Schule" /></a>&copy; Copyright <a href="http://www.online-seilgarten.de">www.online-seilgarten.de</a> | Mobiler Niedrigseilgarten | ErlebnispÃ¤dagogik | Outdoor-Teamtrainings im Landkreis Schaumburg, Hannover, Minden</p><br />
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