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Erlebnispädagogik im Landkreis Schaumburg
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  • Bedarf an emotionaler und sozialer Entwicklung steigt

    Von Andreas Dudda | 28.Dezember 2008

    Wie das Schaumburger Wochenblatt heute berichtete, muss ein Angebot erweitert werden, das nachdenklich stimmt. Aufgrund der steigender Nachfrage und einem stetigen Bedarf müsse die Förderung der emo­tio­nalen und so­ziale Ent­wick­lung er­wei­tert werden – so der Sozialdienst des Jugendamtes (ADS). Im­mer häu­fi­ger sah sich der So­zi­al­dienst des Ju­gend­am­tes in den letz­ten Jah­ren mit der Bitte von Leh­rern um so­zi­al­päd­ago­gi­sche Un­ter­stüt­zung an der Schule kon­fron­tiert.

    Bedarf steigt kontinuierlich
    Diagnose und Förderung im Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung

    Stei­gende Nach­frage ist zu­meist ein Grund zur Freu­de. Doch im Land­kreis Schaum­burg muss ein An­ge­bot er­wei­tert wer­den, das nach­denk­lich stimmt. Im­mer häu­fi­ger sah sich der So­zi­al­dienst des Ju­gend­am­tes (ASD) in den letz­ten Jah­ren mit der Bitte von Leh­rern um so­zi­al­päd­ago­gi­sche Un­ter­stüt­zung an der Schule kon­fron­tiert.

    Der Ju­gend­hil­fe­aus­schuss emp­fahl da­her, das schu­li­sche Be­ra­tungs­zen­trum für den Schwer­punkt emo­tio­nale und so­ziale Ent­wick­lung am Stand­ort Obern­kir­chen zu er­wei­tern. Kon­kret heißt das für die Ver­wal­tung, diese Aus­wei­tung beim Land Nie­der­sach­sen zu be­an­tra­gen. Ziel ist es, zwei zu­sätz­li­che För­der­schul­leh­rer­stel­len und zwei So­zi­al­ar­bei­ter­stel­len durch das Land fi­nan­ziert, zu be­schaf­fen. Vor al­lem aus den Grund­schu­len kom­men ver­mehrt Hil­fe­ru­fe, sagte Schul-De­zer­nen­tin Eva Bur­dorf. Die Ar­beits­gruppe “­Ar­beit mit emo­tio­nal-so­zial auf­fäl­li­gen Schü­lern im Land­kreis Schaum­bur­g” legte ein Kon­zept vor, das ein­zel­fall­be­zo­gen ist. Es setzt dort an, wo die Pro­bleme von jun­gen Men­schen er­kenn­bar wer­den, in der Schu­le. Die Ar­beits­gruppe sieht zu­dem eine wach­sende An­zahl von Kin­dern mit ei­nem För­der­schul­be­darf Emo­tio­nale und So­ziale Ent­wick­lung und de­ren in­te­gra­tive Be­schu­lung. Bis­her leis­tete der ASD die Un­ter­stüt­zung die­ser Kin­der. Doch die Nach­frage kann mit dem bis­he­ri­gen Per­so­nal nicht ge­deckt wer­den.

    In Obern­kir­chen ist be­reits ein schu­li­sches Be­ra­tungs­zen­trum (SBZ) ein­ge­rich­tet. Die Be­ra­tungs­teams ge­hen in all­ge­mein­bil­dende Schu­len, um zur Kom­pe­ten­zer­wei­te­rung und Stär­kung des Sys­tems Schule und Fa­mi­lie bei­zu­tra­gen.

    Der gute Start des SBZ hat schnell ge­zeigt, dass in den Schu­len ein wei­te­rer und ü­ber die reine Be­ra­tung hin­aus­ge­hen­der Be­darf ge­ge­ben ist. Vor al­lem im Be­reich der Dia­gno­s­tik und der För­de­rung sind wei­tere Res­sour­cen er­for­der­lich. Die Räume seien vor­han­den be­zie­hungs­weise könn­ten zu­sätz­lich in An­spruch ge­nom­men wer­den.

    ­Die Fi­nan­zie­rung die­ser Er­wei­te­rung zu recht­fer­ti­gen, sei schwer zu be­schrei­ben, so die Ver­wal­tung. Zum Teil könne die Re­fi­nan­zie­rung durch ein­ge­sparte Ju­gend­hil­fe­mit­tel ge­sche­hen. Doch an­hand ei­nes Denk­bei­spiels macht die Ver­wal­tung schnell klar, dass bei den Kin­dern und Ju­gend­li­chen nicht nach Punkt­wer­ten ge­rech­net wer­den kann. Wenn nur zwei Kin­der auf­grund des neuen Dia­gnose- und För­der­an­ge­bo­tes ohne teil­sta­tionäre Maß­nah­men, wie eine Ta­ges­grup­pe, in An­spruch neh­men müss­ten, de­cken die Ein­spa­run­gen die Brutto-Ar­beit­ge­ber­kos­ten für eine Stelle ei­ner so­zi­al­päd­ago­gi­schen Fach­kraft.

    Es bleibt zu hof­fe, dass auch die Po­li­ti­ker bei den Haus­halts­be­ra­tun­gen die große Nach­frage er­ken­nen.

    [ Quelle: Schaumburger Wochenblatt vom 24.12.2008 ]

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    News-Kategorie(n): Erlebnispädagogik im Landkreis Schaumburg | 6 Kommentare »

    6 Kommentare zu “Bedarf an emotionaler und sozialer Entwicklung steigt”

    1. Kimmic meint:
      8.Januar 2010 um 11:49

      Für ein bsseres Wohlbefinden und eine gute Entwicklung eines Kindes sind soche Institutionen notwendig, die nächste Schule, die sich für sozial emozionale Kinder einsetzt für den Landkreis Schaumburg ist in Hannover. Ich selbst Mutter 3er Kinder, eines davon mit ADS setze mich mit diesem Thema auseinander und ersuche viele Möglichkeiten der Förderung meines Sohnes, für die Zukunft meines Sohnes. Kinder sind unsere Zukunft und sollten nicht links liegen gelassen werden.

    2. Andreas Dudda meint:
      8.Januar 2010 um 14:40

      Hallo Kimmic,

      danke für deine persönliche Stellungnahme.
      Der vorhergehende Artikel ist vor einem Jahr erschienen. Hat sich denn seit dem etwas positives verändert im Landkreis Schaumburg? Wurden weitere Förderangebote erstellt?

      LG Andreas

    3. Kimmic meint:
      8.Januar 2010 um 17:00

      Hallo Andreas,

      ich habe nicht auf das Alter des Berichts geachtet. Ich wollte nur mal ein Kommentar loswerden.

      Mein Sohn geht in die 3. Klasse und verweigert jegliche Mitarbeit, da die Schule mit meinem Sohn völlig überfordert ist, bin ich auf der Suche nach anderen Alternativen. Die einzige Privatschule Schaumburg (in Bückeburg) kann meinen Sohn nicht aufnehmen, die nächste wäre in Minden oder Hannover, beides ca. 50 Km entfernt. Sonderschulen gibt es nicht mehr, das wäre auch nicht die richtige Lösung, dafür gibt es das “SBZ” d.h. eine Institution, welche für lernschwache Kinder oder Kinder mit “Verhaltensauffälligkeiten”
      Personal zur Verfügung stellt, die nach Antrag und vielen Gesprächen mit Schule und Eltern, welche dann zu meinem Sohn in die Schule kommen- 2 – 3 mal in der Schule die Lehrer entlasten und dem Kind beim lernen helfen. Als weiteres gibt es Kindertagestätten in Bückeburg, Rhodenberg und Stadthagen (ersten beiden sind voll). Die haben Fahrer die die Kinder von der Schule abbholen (20 km entfernt), dann gibt es nach Ankunft ein gemeinsames Essen, machen 1 h Hausaufgaben und dann Nachmittagsaktionen, wie reiten, schwimmen und und, dann werden die Kindern um 17:00 Uhr nach Haus gefahren zu Ihrer Familie, wo der Alltag ohne Schulprobleme weiter gehen kann. Das ganze geht über das Jugendamt. Des Weiteren ist die Schule darum bemüht meinem Sohn Einzelunterricht zu geben durch “Sonderpädagogischen Förderbedarf”, hierfür muss ein Antrag gestellt werden.
      Es gibt zwei Sonderpädagogische Grundschule in Schaumburg die eine in Obernkirchen bemüht sich um den Schwerpunkt “lernen”, kleine Klassen, welche sich mit ADS-Kindern auskennen. Ebenfall eine Schule in Kleinbremen, welche sich auf “Lernschwäche, Legastenie und ADS” konzentrieren, bis in den Nachmittag hinein mit Freizeitangeboten und spezieller Förderung in verschiedenen Bereichen, die ist allerdings erst ab 5. Klasse, schade. Die Grundschule, die sich auf “sozial- emotionaler” Schiene bewegt, ist diese in Hannover, auch etwas weiter weg.
      Grundschulinternate gibt es erst ab 1 1/2 h Autofahrt, also auch nichts in der Nähe. In Wunstorf gibt es auch verschiedene Schulformen, bzw.
      Institutionen, welche sich auf ADS-Kinder spezialisieren, hier gibt es auch verschiedene Möglichkeiten von denen ich demnächst erfahre.
      Eine Art Leitfaden für Eltern wäre manches Mal nicht schlecht, auch das Jugendamt kann Eltern helfen, also “keine Angst davor haben”!

      Dieser Beitrag kann auch gern eingestellt werden. Vielleicht haben Sie Erfahrungen oder Alternativen, nach denen ich mich noch umschauen und informieren kann, das wäre schön, denn man muss sich immer alles erfragen, und erlesen, ist nicht einfach, aber machbar, zum Glück sind alle Behörden und jegliche Personen immer um einen schnellen Ablauf bemüht (Schnelligkeit ist relativ) und freundlich sind sie auch, manchmal muss man mal ein zweites Mal anrufen um einen Termin zu bekommen, aber ist ok.

      LG – Kimmic

    4. Andreas Dudda meint:
      8.Januar 2010 um 17:11

      Hallo Kimmic,

      deine Ausführungen sind sehr detailliert und bestimmt hilfreich für andere “Betroffene”.
      Danke für Deine Infos und mal sehen … vielleicht melden sich ja auch noch andere zu Wort. Praktisch wäre es jedenfalls, wenn Eltern ihre Erfahrungen untereinander austauschen könnten.

      Dir GLG
      Andreas

    5. Sandra Pätzel meint:
      8.März 2010 um 13:12

      Hallo..

      mein Sohn ist inzwischen 11 Jahre alt und hat ADS.
      Wir tun auch alles mögliche um ihm zu helfen besser in der Schule zurecht zu kommen.
      Das Problem ist das seine Klassenlehrer (IGS) mit ADS nicht umgehen können,weil sie darüber nicht bescheid wissen bzw es auch garnicht wollen.
      Leider haben wir das Gefühl das nach dem Elterngespräch die Schublade “Schon wieder Eltern die meinen ihr Kind habe ADS… naja” aufgemacht wurde und wir hinein gesteckt wurden.
      Inzwischen sind wir soweit das wir einen Schulwechsel bevorzugen.
      Aber wohin???
      Entweder sind es teure Privatschulen oder Schulen wo er eigentlich (IQ 120 aber Rechtschreibschwäche)garnicht hingehört….

      Gruss…

    6. Andreas Dudda meint:
      21.März 2010 um 21:23

      Hallo Sandra,

      vielen lieben Dank für die Schilderung Ihrer Erfahrungen.

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